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Verlängerung der Straßenbahnlinie 11 zum Markkleeberger See ist wieder Thema

Nahverkehrsnetz Verlängerung der Straßenbahnlinie 11 zum Markkleeberger See ist wieder Thema

Die Vision, dass die Straßenbahnlinie 11 bis zum Markkleeberger See verlängert wird, könnte doch noch wahr werden. Ronald Juhrs, technischer Geschäftsführer der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), hat jetzt bei der Vorstellung der neuen Stadtbuslinie 106 (die LVZ berichtete) Hoffnung geweckt.

Noch ist der Schillerplatz in Markkleeberg-Ost die Endstelle der Straßenbahnlinie 11. In zehn Jahren könnte das anders aussehen.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Die Vision, dass die Straßenbahnlinie 11 bis zum Markkleeberger See verlängert wird, könnte doch noch wahr werden. Ronald Juhrs, technischer Geschäftsführer der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), hat jetzt bei der Vorstellung der neuen Stadtbuslinie 106 (die LVZ berichtete) Hoffnung geweckt.

„Sicher ist das nicht von heute auf morgen umsetzbar, aber langfristig betrachtet in den nächsten zehn Jahren durchaus“, erklärte er. Vor dreieinhalb Jahren im März 2012 waren die LVB mit ihren Plänen am Markkleeberger Stadtrat gescheitert. CDU, FDP und Linke hatten einer See-Anbindung ablehnend gegenüber gestanden. Obwohl die LVB die Kosten tragen wollten. Als Argumente wurden die Lärmbelastung für die Anwohner und die ohnehin beengte Straßensituation in der Bornaischen Straße und an der See-Promenade Markkleeberg-Ost, aber auch die Angst vor nicht kalkulierbaren finanziellen Belastungen für die Stadt angeführt.

Juhrs war damals, wie viele, schwer enttäuscht, verkündete, dass das Thema damit für immer vom Tisch sei. Jetzt räumt er Fehler ein. „Wir haben Markkleeberg – die Stadt wie den Stadtrat - damals politisch überfahren. Wir wollten zu schnell zu viel. Außerdem hätten wir die Leipziger Kommunalpolitik und die Bürger einbeziehen müssen. Die Markkleeberger haben die Seen schon vor der Haustür, die brauchen keine Straßenbahn dahin. Ihr Interesse an einer Verlängerung ist naturgemäß gering. Anders bei den Leipzigern, die brauchen und wollen die Straßenbahn zum See“, so Juhrs.

Unterstützung bekommen die LVB jetzt vom Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV). „Die Stadtbuslinie 106 war das erste Konzept, wo wir uns als Verband im Südraum aktiv eingebracht haben. Die Verlängerung der Linie 11 könnte der nächste Schritt sein“, so Geschäftsführer Steffen Lehmann. Aktuell bewerbe sich der MDV gemeinsam mit den LVB, der Stadt und dem Landkreis Leipzig für das Verkehrsprojekt „Low Carbon“. „Ziel ist eine bessere Verflechtung von Stadt und ländlichem Raum und da passt die Verlängerung der Straßenbahnlinie 11 rein“, so Lehmann.

Die von der Stadt Markkleeberg und den LVB geplante Umgestaltung des Schillerplatzes werde erst einmal verschoben, bis auf weiteres nur die normale Instandhaltung der dortigen Gleisanlagen vorgesehen, verkündete Juhrs. „Es macht keinen Sinn, jetzt zu investieren und ein paar Jahre später wieder alles umzubauen“, ist er sich mit Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze einig. Der heutige Rathauschef hatte 2012, damals noch als SPD-Stadtrat, mit seiner Fraktion für die Verlängerung der 11 gestimmt. Schütze bestätigte jetzt, dass er mit den LVB dazu wieder im Gespräch ist.

Juhrs erinnerte, dass in den vergangenen zehn Jahren zirka 13 Millionen Euro in die Stadtbahnlinie 11 zwischen Connewitzer Kreuz und Endstelle Markkleeberg-Ost geflossen sind. Hinzu kämen die 30 Millionen für den Um- und Neubau des Betriebshofes Dölitz. 2016 würden des Weiteren rund dreieinhalb Millionen Euro in die Modernisierung der Bornaischen Straße zwischen Raschwitzer und Giebner Straße gesteckt. „Und weitere Investitionen sind in Planung. Da fehlt eigentlich nur noch die Verlängerung der 11 zum Markkleeberger See“, so Juhrs.

Von Ulrike Witt

Markkleeberg Schillerplatz 51.2759029 12.3978625
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