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Markkleeberg Verspätung bei neuer Leitstelle für den Landkreis
Region Markkleeberg Verspätung bei neuer Leitstelle für den Landkreis
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00:36 22.08.2015
Künftig ortsfeste Landfunkstelle: Das Gerätehaus Markkleeberg-West. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg/Borna

Planmäßig verläuft nach Angaben des Landratsamtes jedoch die Einführung des Digitalfunks für die Wehren, bei der auch die Gerätehäuser in Markkleeberg, Markranstädt und Zwenkau zu ortsfesten Landfunkstellen aufgerüstet werden sollen.

Geplant war es eigentlich simpel: Wenn die IRLS in Leipzig und Chemnitz stehen, kann Anfang März 2016 die bisherige Leitstelle Grimma ihre Arbeit für den Altkreis Döbeln und den Landkreis Leipzig einstellen, können die 16 Disponenten entsprechend aufgeteilt werden. Die technischen Voraussetzungen würden voraussichtlich zwar in Leipzig, jedoch nicht in Chemnitz "aufgrund des dort aktuell erreichten Bautenstandes und des Fehlens weiterer technischer Rahmenbedingungen im Landkreis Mittelsachsen vorliegen", teilte gestern das Landratsamt Leipzig auf Anfrage mit. Die Leitstelle Grimma trotzdem aufsplitten, gehe nicht, weil dann zu wenige Disponenten für die 24-Stunden-Dienste vorhanden, neue Kräfte nicht erhältlich seien. Ergo verschiebt sich die Aufschaltung der Notrufe aus dem Landkreis Leipzig auf die IRLS Leipzig, bleibt alles beim Alten, bis auch in Chemnitz alles soweit fertig ist. Diese Woche wollen die Verantwortlichen über die neue Zeitschiene verhandeln.

Davon unbenommen laufen im Landkreis die Vorbereitungen zur Einführung des Digitalfunks für die Rettungskräfte. Dazu zähle auch das Einrichten so genannter ortsfester, gemeindeübergreifender Landfunkstellen (OFL), so die zuständige Brandschutzamtsleiterin Carola Schneider. "Sie dienen der lokalen Koordination von Einsätzen, insbesondere bei flächenübergreifenden Ereignissen oder Großschadenslagen", erläutert sie. Eine direkte technische Anbindung an die Einsatzleitsysteme der derzeitigen Leitstellen und perspektivischen Integrierten Regionalleitstellen bestehe nicht. "Mithin erfolgt keine Entgegennahme von Notrufen und deren unmittelbare Bearbeitung durch die Einsatz-/Abschnittsleitungen der OFL", stellt sie klar.

Der einsatztaktische Vorteil liegt dennoch auf der Hand: Vor Ort in den Gerätehäusern der großen Wehren laufen etwa bei Unwetterereignissen die Fäden der Einsatzleitung zusammen. So muss nicht erst in Leipzig rückgefragt werden, wenn ein weiteres Fahrzeug zu Hilfe eilen soll, kann schneller und ortskundiger geholfen werden.

14 OFLs soll es künftig im Kreis geben: Bad Lausick, Böhlitz, Borna, Brandis, Naunhof, Frohburg, Geithain, Grimma, Groitzsch, Markkleeberg, Markranstädt, Regis-Breitingen, Wurzen und Zwenkau hat das Landratsamt nach den Vorgaben des Landesprojekts ausgewählt. Aktuell werde die Bereitschaft dazu und die Machbarkeit abgefragt, hieß es. Bis Juni 2016 sollten die OFL dann "zur Informationsgewinnung, -verarbeitung und -übertragung" mit von Land und Kreis geförderten "digitalen Führungsmitteln" ausgestattet werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.08.2015
Jörg ter Vehn

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