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Markkleeberg Verwaltung umschifft teuren Container
Region Markkleeberg Verwaltung umschifft teuren Container
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09:06 17.09.2009

. Dazu riskiert sie einen späteren Baubeginn als ursprünglich geplant. Möglich macht das ein kleiner Zeitpuffer, der bei der Abrechnung des über das Konjunkturpaket II finanzierten Bauvorhabens gewonnen wurde.

Wie berichtet, hatte der Kreistagsausschuss im Juli für den Unterrichtscontainer 235300 Euro frei gegeben. Nach den Herbstferien sollten die Berufsschüler dort ihr theoretisches Wissen erwerben, damit die Bauleute im Schulgebäude freie Hand haben. Der Unterricht in den Fachkabinetten sollte weiter im alten Schulhaus vonstatten gehen.

Laut Berufsschulnetzplan werden die Markkleeberger Berufsschüler ab dem Schuljahr 2010/11 in Wurzen und Böhlen/Espenhain unterrichtet, das jetzige Gebäude in der Stadt sollen künftig die Musikschule „Ottmar Gerster“ und die Volkshochschule nutzen. Bislang ging das Landratsamt davon aus, mit der Sanierung nicht bis zum Umzug der Berufsschüler warten zu können. Denn der Bau wird mit Geld des Konjunkturpaketes II finanziert, und daran sind Abrechnungsfristen geknüpft.

Als der Beschluss zum Container gefasst wurde, galt als Lesart, dass der Landkreis Ende 2010, im Ausnahmefall Ende März 2011, dem Freistaat die Rechnungen vorlegen müsse. Für das Projekt in Markkleeberg konnte die Verwaltung nun aber einen Zeitaufschub erwirken. „Wir haben die Bestätigung im Haus, dass die Maßnahme bis 31. Juli 2011 abzurechnen ist“, erklärte Bei-geordneter Klaus-Jürgen Linke gegenüber der LVZ. Nach der Sitzung des Kreisausschusses sei der Aufschub beantragt und begründet worden. Nunmehr stünden von Juni 2010 bis Juli 2011 ingesamt 13 Monate Bauzeit zur Verfügung. „Das müssen wir hinkriegen“, so Linke. Damit will die Kreisverwaltung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen kann der Unterricht im letzten Schuljahr in Markkleeberg ohne Baulärm und Beeinträchtigungen über die Bühne gehen. Zum anderen spart der Kreis Geld. Zwar müssten die Bauarbeiter laut Linke auch Überstunden machen und sonnabends anrücken, was aufgrund der Zuschläge eine finanzielle Mehrbelastung von möglicherweise 80000 Euro nach sich ziehe. Diese Summe sei aber eben deutlich geringer als die 235300 Euro, die der Container gekostet hätte.

Laut Linke ist es nunmehr 100 Prozent sicher, dass mit der Sanierung in den Sommerferien 2010 begonnen wird. Lediglich bauvorbereitende Maßnahmen seien bereits zuvor vonnöten. Vor dem Bauausschuss wies er aber auch auf das höhere Risiko hin, das der Landkreis mit der verkürzten Bauzeit eingeht. Denn wenn der Kreis die Rechnungen nicht fristgerecht vorlegen kann, drohen ihm finanzielle Einbußen. So kann es im Bauablauf unliebsame Überraschungen geben. Und besonders problematisch sei es, sagte Linke, wenn eine der beauftragten Firmen Insolvenz anmelden müsste.

Der Kreisausschuss soll in seiner Sitzung heute über den neuesten Stand informiert werden. Der Beschluss vom Juli müsse nicht aufgehoben werden, erklärte der Beigeordnete. Er sei gegenstandslos geworden.

Frank Prenzel

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