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Markkleeberg Viel Grün, viel Wasser – und immer fährt ein Bus
Region Markkleeberg Viel Grün, viel Wasser – und immer fährt ein Bus
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19:34 28.07.2010
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Markkleeberg

Alle saßen zusammen: Studenten, Doktoranden und Techniker. Das wäre bei uns nicht passiert – in Frankreich gibt es mehr Hierarchien, dort sind Gruppen eher für sich.“

Der 24-Jährige fährt heute zurück in seine Heimatstadt, Markkleebergs Partnergemeinde Pierre-Bénite im Südosten Frankreichs, bei Lyon. Drei Monate hat er für die medizinische Fakultät der Leipziger Uni beim „Life Project“ mitgearbeitet, bei dem Einrichtungen in ganz Sachsen helfen, um mehr über die Arteriosklerose herauszufinden. Gefördert wurde sein Praktikum durch ein Erasmus-Stipendium und Fördermittel des französischen Agrikulturministeriums.

Bei den privaten Aspekten seines Aufenthaltes haben ihm die Markkleeberger fleißig geholfen – schließlich kannten sie den jungen Mann schon. Mit der Stadtfest-Delegation war er bereits einige Male in der Großen Kreisstadt um am Stand regionale Produkte zu verkaufen.

„Bisher haben wir mit unseren Partnergemeinden Schüleraustausche und Treffen der Feuerwehren organisiert – jetzt einem Praktikanten Aufenthalt zu bieten und ihn durch die Stadt zu führen, ist eine ganz neue Qualität“, sagt Sabine Baldauf, die sich neben ihrer Arbeit als Integrations- und Gleichstellungsbeauftragte im Städtepartnerschaftskomitee engagiert.

Rudy wohnte bei Stadtrat Nikolaus Legutke – dessen Frau und Tochter sprechen zum Glück fließend französisch und die Familie kümmerte sich um den Biochemie-Studenten, wann immer sich Zeit fand. „Viel mit ihm unternommen hat auch Pia Richter, eine junge Frau aus unserem Komitee“, sagt Evelin Müller, Büroleiterin des Oberbürgermeisters, die sich wie ihre Kollegin Sabine Baldauf für die Städtepartnerschaften stark macht. „Er war zum Beispiel bei einer Familienfeier, beim Mittsommernachtskonzert im Kanupark – er hat das richtige Markkleeberger Leben mitgekriegt.“

„Die Stadt ist wirklich schön“, sagt Rudy, dessen Deutschkenntnisse überschaubar sind, auf französisch. „Viele Seen, viel Grün, es macht Spaß, die Gegend mit dem Rad zu entdecken.“ Leipzig habe gegenüber Lyon als großem Nachbar aber noch einen Vorteil: „Wenn man hier durch die Bars zieht, kommt man immer mit dem Nachtbus nach Hause – das ist in Lyon nicht so“, sagt Rudy schmunzelnd.

Florian Bamberg

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