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Markkleeberg Viele Ideen warten auf Umsetzung
Region Markkleeberg Viele Ideen warten auf Umsetzung
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14:28 19.05.2015
Der Tross macht Station im Eichholz-Stadion. VfB-Vorstand Rüdiger Renno (3. von rechts) und Holger Schulz (rechts) informieren die Wanderer. Quelle: Ulrike Witt

Rund 120 Zwenkauer machten sich mit ihm auf die rund 7,5 Kilometer lange Tour.

"Wir haben einige Sportstätten, die sich entlang des Eichholzes wie auf einer Perlenschnur aneinanderreihen und wir haben Standorte mit Potenzial. Mir schwebt vor, diese zu einer geschlossenen Sport- und Freizeitmeile zu entwickeln", erklärt der 49-Jährige.

Ausgangspunkt soll das alte Elsterwehr sein. Die Anlage wiederherzustellen, sei sein Wunsch, letztlich aber eine Frage des Geldes. "Ich bin Realist", sagt Schulz. Daher setze er vielmehr auf die im Abschlussbetriebsplan für den Tagebau Zwenkau festgeschriebene Wiederbelebung der alten Elster. Schulz sieht schon Boote auf dem Kurs 1a zum Zwenkauer See schippern. Selbst einen Kurs 1a* von Döhlen bis Kleindalzig hält er für möglich. "Immerhin könnten Pegau und Groitzsch an den Leipziger Gewässerverbund angeschlossen werden, die Boote müssten nur umgetragen werden."

Die nächste Station ist der Hundesportplatz, ein Privatgelände. Heikler ist die dritte Station - die Sportstätten am Eichholz, die von den VfB-Fußballern sowie den Tennisspielern der SG Blau-Weiß und Keglern genutzt werden. Die Fußballer brauchen mehr Platz und neue Umkleiden, das ist bekannt. "Denkbar wäre, dass wir Platz eins drehen und zwei Plätze daraus machen", sagt Schulz. Auf der Tennisanlage könne ein weiterer Rasentrainingsplatz entstehen und ein Anbau den Container ersetzen." Voraussetzung sei, dass die SG ein anderes Gelände erhält und dem Umzug zustimmt.

Vierte Station ist das Waldbad, ebenfalls ein Sorgenkind der Stadt. Das 50-Meter-Becken, die Beachvolleyballplätze und auch das inzwischen von den VfB-Bambinis genutzte Kleinfeld sind nur im Sommer gefragt. Das soll sich ändern. "Mit dem Jugendprojekt und dem Umbau der Sauna zum Jugendklub haben wir die ersten Schritte getan", meint Schulz. Weitere könnten eine Flutlichtanlage, ein Skatepark und die Errichtung von Low-Budget-Übernachtungsmöglichkeiten sein. Konkrete Anfragen lägen bereits für die Bereiche Fitness und Wellness vor.

Ideen hat der Rathauschef auch für die Stationen fünf und sechs, die private Tennishalle am Schützenhaus und die Stadthalle. "Dahinter haben wir kommunale Flächen, auf denen die Tennisspieler der SG Blau-Weiß in direkter Nachbarschaft zur Tennishalle eine neue Heimat finden könnten. Dort wäre auch Platz für einen Schießstand der Nachwuchsbiathleten und einen zusätzlichen Sozialtrakt", erklärt er.

Station sieben ist der Sportplatz der SG Germania am Pulvermühlenweg. Früher waren dort die Handballer zu Hause, heute die VfB-Fußballer mit einem Bolz- und Trainingsplatz. "Die Anlage sollte saniert und frei zugänglich für alle und unterschiedliche Sportarten sein", sagt Schulz. Nicht weit entfernt auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine Rasenfläche - Station acht. Diese sei mit Outdoor-Trainingsgeräten bestückt als Aufwärmplatz und Einstieg in die Sport- und Freizeitmeile gedacht. Um Joggern und Nordic Walkern eine ganzjährige Nutzung zu ermöglichen, sollen die Wege am Eichholz begehbar - nicht asphaltiert - und beleuchtet werden.

Die Stationen neun und zehn liegen am Südufer des Zwenkauer Sees. "Der Stadtpark eignet sich als Rundkurs für Inliner und Rollskifahrer, manche trainieren ja jetzt schon dort", weiß Schulz. Konkrete Umbaupläne hat der Yachtclub Zwenkau schon für den LMBV-Entwässerungsstützpunkt in Sichtweite des Hafens (die LVZ berichtete).

"Die Sportmeile soll aus dem Bestand heraus entwickelt werden. Das ist kein Konzept, das sich schnell umsetzen lässt, schon allein wegen der finanziellen Rahmenbedingungen", betont der Bürgermeister. Dass das Projekt ohne Einbeziehung des Stadtrates geboren wurde, hält der Verwaltungschef für legitim. "Ich werde doch wohl noch eigene Ideen vorstellen können", wehrt er kritische Stimmen ab.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.04.2014
Ulrike Witt

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