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Markkleeberg Viele Pläne für 2018 – OBM will vor allem „Seele der Stadt“ erhalten
Region Markkleeberg Viele Pläne für 2018 – OBM will vor allem „Seele der Stadt“ erhalten
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07:00 22.01.2018
Beim Neujahrsempfang der Stadt Markkleeberg im voll besetzten Großen Lindensaal übergab OBM Karsten Schütze (l.) den Ehrenpreis an Klaus-Dieter Anders. Quelle: Foto: A. Kempner
Markkleeberg

Volles Haus, tolles Programm, viele Pläne und Ehre, wem Ehre gebührt: Markkleeberg Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) nahm am Freitagabend bei seinem Neujahrsempfang die Bürger der Stadt mit auf eine Reise durch die Vorhaben für 2018.

Im voll besetzten Großen Lindensaal sorgte das vielfach preisgekrönte Akkordeonorchester der Musik- und Kunstschule „Ottmar Gerster“ unter Leitung von Eduard Funkner für den festlichen Rahmen und der OBM für die Inhalte. Quasi im Galopp ging es erst durch die Ereignisse des vorigen Jahres. Schütze erwähnte die Begrüßung der 25 000. Einwohnerin, stellte ein Wachsen der Stadt auf 26 000 Einwohner bis 2030 in Aussicht. Er wolle aber eine moderate Stadtentwicklung, die Seele der Stadt und vor allem ihre Selbstständigkeit erhalten, sagte er.

Die zahlreichen Diskussionen um das Leitbild der Stadt, das Richtfest der Kita Sonnenweg, die demnächst eröffnet wird, die Fertigstellung des Hortanbaus in Großstädteln, der Pylonbrücke als Verbindung der Seen im Südraum durch die Bergbausanierer, des Parkplatzes Alte Straße für Umsteiger auf die S-Bahn, der Bushaltestelle Städtelner Straße und des Video-Reisecenters im Bahnhof – vieles hat sich im Vorjahr in Markkleeberg getan und verändert. Stolz sei er auf die Schüler der AG Spurensuche, die sieben Stolpersteine initiiert hätten, so Schütze. Wie berichtet, erinnern diese an Verfolgte des Naziregimes auch in Markkleeberg.

Und so soll es weitergehen:

Zur Umgestaltung der „Neuen Mitte“ zwischen Bahnhof und Rathausgalerie begännen erste Kanalbauarbeiten in der Friedrich-Ebert-Straße im Frühjahr, kündigte Schütze an. Für die Umgestaltung des Areals vor dem Bahnhof habe er ganz frisch die Bewilligung zum vorzeitigen Baubeginn erhalten, so dass es auch dort losgehen könne, Fördermittel in Aussicht stünden. Schließlich gebe es auch für die Freifläche vor der Rathausgalerie mehrere Interessenten. Er hoffe, dass er nach einer Ausschreibung Ende des Jahres einen Investor dort benennen könne.

Der Altendorfplatz in Großstädteln an der Kirche solle umgestaltet, würdig an die Umgebung angepasst werden, kündigte Schütze an.

Der Wasserwanderrastplatz im Nordosten des Cospudener Sees werde gebaut. „Wir müssen damit auch die Toilettensituation am See lösen“, erläuterte der OBM die Pläne. Dadurch entfielen zwei Prozent des Gymnasiums-Grundstücks am See.

Am Walgraben solle gebaut und nach vielen Jahren Anlauf dort die Oberflächenwassersituation entschärft werden.

Der B-Plan Großstädteln werde angeschoben. Die Pläne für das kleine Wohnquartier gebe es seit den 90er Jahren.

Der Breitbandausbau der Telekom in unterversorgten Gebiete starte, wenn sich dort 500 Kunden fänden.

Die Sanierung der Dreifelderhalle werde leider verschoben auf 2019.

Vor dem Rathaus konnten die Besucher bereits vor dem Empfang das neue Löschfahrzeug der FFW Wachau bewundern. Von den 385 000 Euro Kosten habe der Kreis rund 150 000 Euro gefördert, sagte Schütze, der den Kameraden aller Wehren nochmals für ihren Einsatz bei „Friederike“ dankte.

Den Ehrenpreis des OBM erhielt in diesem Jahr Klaus-Dieter Anders. Der langjährige Leiter der Musikschule im Kreis, ein ehemaliger Hildebrandianer, bringe mit seinem Wirken Hunderten von Kindern jede Woche die Musik nahe, habe sich außerordentliche Verdienste um die Stadt erworben, so Schütze.

Von Jörg ter Vehn

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