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Markkleeberg Vierbeiner kommen Markkleeberger teuer zu stehen
Region Markkleeberg Vierbeiner kommen Markkleeberger teuer zu stehen
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00:18 24.01.2016
Vierbeiner kosten Frauchen jetzt mehr. Quelle: Mario Jahn
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Markkleeberg

Hundesteuer, Nahverkehr und Flüchtlinge – die Themen, die den Markkleeberger Stadtrat am Mittwochabend im Großen Lindensaal beschäftigt haben, waren wie immer breit gefächert:

Für Vierbeiner müssen Markkleeberger ab diesem Jahr tiefer in die Tasche greifen. Mit deutlicher Mehrheit haben die Stadträte der Erhöhung der Hundesteuer zugestimmt. Der Ersthund kostet statt 50 jetzt 80 Euro. Weitere schlagen mit 130 Euro zu Buche, bislang waren es 80 Euro. Zum Vergleich: In Leipzig zahlen Hundehalter 96 für den ersten, 192 Euro für jeden weiteren Hund. Für gefährliche Rassen, wie American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Pitbull Terrier, bleibt es bei 360 Euro, kommt ein zweiter hinzu, sind 400 Euro fällig. Wer einen ermäßigten Steuersatz für Wach- und Jagdhunde geltend machen kann, zahlt fürs erste Tier statt 25 nun 50 Euro, für das zweite statt 40 nun 65 Euro. Doris Werner (Linke) wollte wissen, wofür die Einnahmen gedacht sind. Immerhin rechnet die Stadt mit einem Plus von 32 000 Euro im Jahr. „Die Steuer dient der allgemeinen Deckung“, sagte Kämmerer Philipp Staude. Es sei eine von 64 Maßnahmen des Haushaltsstrukturkonzeptes, ergänzte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Frank Zieger (SPD) regte eine Bestandserfassung an.

Verärgert zeigte sich Oliver Fritzsche (CDU) über Aussagen von LVB-Technikgeschäftsführer Ronald Juhrs zur Verlängerung der Linie 11 in der LVZ. „Wir haben als Stadtrat Nein gesagt. Jetzt wird so getan, als ob das verhandelbar sei“, so Fritzsche. Er forderte den OBM auf, die Position des Stadtrates gegenüber den LVB deutlich zu machen. Nicht einfach für den Rathauschef: Er hatte 2012, damals als Stadtrat, mit der SPD-Fraktion für die Verlängerung gestimmt und vergangenes Jahr darauf gedrungen, dass eine entsprechende Option in das neue ÖPNV-Konzept aufgenommen wurde.

In der Bürgerfragestunde versicherte Schütze, dass der Landkreis Leipzig derzeit nur das private Grundstück in der Städtelner Straße 54 für eine Nutzung als Containerunterkunft für Flüchtlinge prüft. Wie berichtet, könnten dort maximal 180 Menschen unterkommen. „Alles andere sind Gerüchte“, betonte der OBM. Sollte es eine Entscheidung vom Kreis geben, werde er die Markkleeberger umgehend informieren.

Von Ulrike Witt

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