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Vollbremsung für die Kunst

Vollbremsung für die Kunst

Wenn Constanze Hirsch an ihre ersten Schritte in die Welt der Kunst zurückdenkt, fällt ihr sofort Rudolph Nehmer (1912 bis 1983) ein. „Meine Eltern hatten ein Baugeschäft und den Auftrag, das Atelier des Dresdner Malers umzubauen.

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„Drinnen und Draußen“ lautet der Titel der aktuellen Ausstellung von Constanze Hirsch im Gutshaus Markkleeberg-Ost.

Quelle: Andr Kempner

Markkleeberg. Bei dieser Gelegenheit konnte ich ihm buchstäblich über die Schulter schauen.“ Schließlich gab der Professor der damals 15 Jahre alten Schülerin sogar Unterricht. „Ihm verdanke ich wesentliche Einblicke in die Porträtmalerei, in den Umgang mit Naturstudien und die Bildkomposition.“ Nehmer sei ein sehr stiller und ruhiger Mann gewesen, von dem sie viel Basiswissen erworben habe. „Geprägt im eigentlichen Sinn hat er mich nicht, dafür war ich einfach noch zu jung“, so Hirsch.

Ihr Talent hat sie offenkundig von ihrem Vater, der als angehender Architekt zahlreiche Studienzeichnungen fertigte. „Die habe ich alle noch.“ Nach dem Abitur studierte die heute in Machern wohnende Künstlerin an der Leipziger Universität Kunsterziehung und Kunstgeschichte bei den Professoren Hans Schulze und Peter Schnürpel. Bis vor zwei Jahren arbeitete sie als Kunstlehrerin, zuletzt am naturwissenschaftlich geprägten Leipziger Wilhelm-Ostwald-Gymnasium. Während ihrer Zeit im Schuldienst hat sie immer versucht, jungen Leuten das Schauen und Staunen zu vermitteln. Dies sei eine nicht immer ganz leichte Sache, weiß sie. „In der heutigen schnelllebigen Zeit sind die Schüler oft überfrachtet mit Eindrücken und können deshalb kaum noch richtig über etwas staunen.“ Ihre Lehrtätigkeit hat sie auch im Ruhestand noch nicht aufgegeben, an der Volkshochschule gibt sie Kurse.

In ihrer aktuellen Ausstellung im Gutshaus Markkleeberg zeigt sie vor allem Landschaften, die sind ihr Steckenpferd. „Skizzen dafür fertige ich direkt vor Ort, manchmal nehme ich mir auch die Zeit und male das Bild gleich draußen fertig.“ Die großen Ölgemälde entstehen meist im eigens eingerichteten heimischen Atelier. Für die Bilder zeigt sie manchmal vollen Körpereinsatz. „Unlängst war ich auf Usedom, fuhr mit dem Fahrrad durch den Wald und machte plötzlich eine Vollbremsung.“ Der Grund: Wald, Moor und Sonne erschienen ihr so eindrucksvoll, dass sie kurzerhand ihren Skizzenblock zücken musste. „Zurück in der Unterkunft habe ich das Bild gleich in Pastell umgesetzt.“ Jetzt ist es neben weiteren 42 Werken in der Ausstellung zu sehen.

Bis zum 26. Oktober werden die Bilder montags bis freitags jeweils von 9 bis 15 Uhr gezeigt.

Bert Endruszeit

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