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Von Alleingängen und Bestechungsversuchen

Von Alleingängen und Bestechungsversuchen

Zwölf Jahre lang war Arndt Haubold Mitglied der Landessynode der evangelisch-lutherischen Kirche. Was er in dieser Zeit alles erlebt hat, von Erfolgen und Misserfolgen, endlosen Sitzungen, Auseinandersetzungen und der steten Suche nach dem "magnus consensus" berichtete der Pfarrer der Martin-Luther-Kirchgemeinde Markkleeberg-West diese Woche im gut gefüllten Gemeindesaal in der Mittelstraße.

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Pfarrer Arndt Haubold

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. "Die 80-köpfige Landessynode ist das gesetzgebende Organ der Landeskirche. Synodalarbeit ist daher hauptsächlich Arbeit am Wort", erklärte Haubold den interessierten Gästen, darunter Alt-Oberbürgermeister Bernd Klose und seine Frau. Bei den viertägigen Treffen der Landessynode, die zwei Mal im Jahr in der Dreikönigskirche in Dresden stattfinden, werde um jede Formulierung gerungen. Bisweilen sei er dabei ins Schwitzen geraten, gestand Haubold. So als die Synode einen Antrag beschließen sollte, in dem stand, dass die BRD der größte Rüstungsexporteur ist. "Das wollte ich natürlich nicht", so Haubold.

Amüsiert berichtete er von kleinen Bestechungsversuchen der Parteien, die darin bestanden hätten, Synodale in die Kneipe um die Ecke einzuladen, von "Bischofslobern" und Alleingängen. "Ich hatte die Idee, statt als Landessynode gemeinsam einen Gottesdienst zu feiern, lieber in die Dresdner Gemeinden auszuschwärmen, was ich auch ab und zu gemacht habe", verriet Haubold. Indes er sei mit diesem Vorstoß offiziell gescheitert. Andere Ideen seien von Erfolg gekrönt gewesen, so die Einführung eines Sabbatsemesters für Pfarrer - was er selbst genutzt hat - und die Gleichberechtigung für in gleichgeschlechtlichen Beziehungen lebende Kollegen.

Ausdrücklich bedauerte Haubold, dass es in den zwei Legislaturperioden, in der er der Landessynode angehörte, nicht gelungen sei, eine einheitliche Bildungskonzeption für die Vorbereitung zur Konfirmation zu verabschieden. Insgesamt sei die Landeskirche moderner, aber auch beliebiger geworden. Nichtsdestotrotz zieht Haubold ein positives Fazit: "Ich habe viel gelernt, vor allem Toleranz gegenüber anderen Meinungen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.01.2014
Ulrike Witt

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