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Von Red Bull zu Lagovida -Spanierin leitet Urlaubsresort

Von Red Bull zu Lagovida -Spanierin leitet Urlaubsresort

Großpösna. Von der Red Bull Arena an den Störmthaler See: Alicia Mellado wird künftig das Ferienresort Lagovida leiten. Die gebürtige Spanierin, die seit 1995 in Leipzig lebt, organisierte bis vorige Woche noch die Gastronomie in der Red Bull Arena, bringt zudem viel Erfahrung im Eventmanagement mit.

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Erfahrungen von Olympia über Leipziger Messe bis zur Red Bull Arena: Alicia Mellado führt künftig Regie im Ferienresort Lagovida am Störmthaler See.

Quelle: André Kempner

"Lagovida - schon der Name liegt mir", schmunzelt die neue Chefin Alicia Mellado. Leben am Wasser, das ist die gebürtig aus Barcelona stammende Frau gewohnt. In ihrer Heimatstadt habe sie 1992 mitgeholfen, die Olympischen Spiele zu organisieren. Sie habe für einen Großsponsor 1500 Personen drei Wochen lang betreut, versorgt, untergebracht und das kulturelle Programm organisiert. "Am Ende sind wir auf ein Kreuzfahrtschiff gezogen, weil Hotelbetten knapp waren", erzählt sie in fließendem Deutsch.

Das lernte sie seit 1995, nachdem sie der Liebe wegen in die Messestadt gezogen war. Hier arbeitete sie unter anderem als Referentin für Eventmanagement bei der Leipziger Messe, als Übersetzerin und zuletzt als Gastronomie-Leiterin der Red Bull Arena. Dort lernte sie auch Lagovida-Projektleiter und Architekt Rüdiger Renno kennen, als dieser mit seinem VfB Zwenkau ein Pokalspiel gegen Dresden dort organisierte.

Er habe sich an Alicia Mellado erinnert, nachdem klar war, dass es mit Lagovida-Geschäftsführer Markus Ludewig nicht weiter gehe, sagte Renno gestern. Mit dem habe am Ende die Philosophie nicht gestimmt, man habe sich in der Probezeit im gegenseitigen Einvernehmen voneinander getrennt.

"Service und Dienstleistung", nennt Mellado ihr Credo. Seen habe Leipzig genug. "Unser Service wird der Grund sein, warum die Leute zu uns kommen", ist sie sich sicher. Mit 35 bis 40 Beschäftigten will sie ihre Ziele umsetzen, "die Crew wird gerade ausgesucht", erzählt sie. Ein richtig guter Koch sei in Sicht, der Umzug der Mannschaft an den See zum 1. Januar geplant, so Renno.

Wie berichtet, soll das Vier- bis Fünf-Sterne-Resort im zweiten Quartal nächsten Jahres eröffnen. "Wir beginnen noch im November mit den Buchungen", verspricht Renno. Mit Spannung warten er und andere auf diesen Mittwoch. Dann soll geklärt werden, wie die Tagebausanierer der LMBV sich die restlichen Filterbrunnenkontrollen auf dem Lagovida-Gelände vorstellen. Diese Maßnahmen waren erst vor wenigen Wochen bekannt geworden, obwohl der Bebauungsplan seit Monaten rechtskräftig ist, die Brunnen darin als von der LMBV gesichert vermerkt sind (die LVZ berichtete). "Wir brauchen jetzt schnellstmöglich Klarheit", forderte Renno erneut. Schließlich gebe es schon etliche Buchungsanfragen für das Resort, seien auch die Liegeplätze für die Boote im Hafen schon stark nachgefragt.

Ansonsten komme der Bau gut voran, so Renno, der schon den Freizeitpark Belantis entwarf und dessen Bau organisierte. Noch vor Weihnachten sollten alle Häuser geschlossen sein, um in der kalten Jahreszeit den Innenausbau zu Ende zu bringen. Gestern war auch der Kreisverkehr im Zentrum des Ferienresorts schon gut zu erkennen. Aufsehen erregen zudem die ausgefallenen grünen Lichtmasten auf dem Areal. Sie ähneln Grashalmen, "und die Lampen sind stilisierte Wassertropfen", so Renno. Zusammen mit der Firma Leipziger Leuchten seien die neuartigen Straßenlaternen entwickelt worden. Rund 75 davon gebe es auf dem Lagovida-Areal. Im Kreisverkehr gebe es diese sogar in fünf verschiedenen Höhen. "Das wirkt wie ein Grashalmbüschel, verstärkt den Charakter der Dünenlandschaft, die wir betonen möchten", so Renno.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.11.2013
Jörg ter Vehn

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