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Markkleeberg Von bunten Vögeln und Modeerscheinungen
Region Markkleeberg Von bunten Vögeln und Modeerscheinungen
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16:56 26.02.2012
Frank Unger mit seinem Königssittichs. Quelle: Andr Kempner
Markkleeberg

Rund 25 Züchter präsentierten ihre Tiere, die meisten Besucher gingen gleich mit mehreren neuen Haustieren nach Hause.

Fündig wurde Daniela Derlitzki zwar nicht, aber sie war trotzdem zufrieden. „Wir wollen uns Vögel anschaffen, aber bevor wir uns endgültig für eine Art entscheiden, wollte ich mich hier zuerst von Züchtern eingehend beraten lassen“, erklärte Derlitzki. Denn ihr sei eine artgerechte Haltung und Fütterung sehr wichtig.

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Eine Herangehensweise, die auch Vogelbörsen-Organisator und Züchter Jürgen Jentzsch schätzt. „Manche haben nicht einmal das Geld für den Kauf des Vogels, wie sollen sie da die Haltungskosten aufbringen“, muss er manchmal feststellen. Dabei ginge es Züchtern wie ihm in erster Linie darum, dass seine Tiere in gute Hände kommen. Deshalb lehne er manche Käufer auch schon mal ab.

Kein Wunder, bedenkt man den Aufwand, den er teilweise treibt. Drei Paare Graupapageien sitzen in seinen heimischen Volieren – und gerade mal einen jungen Vogel konnte er im vergangenen Jahr ziehen. Und auch das nur, weil er das Küken über Wochen alle zwei Stunden mit der Hand gefüttert hat. Unterstützt haben ihn dabei Sohn, Frau und Schwiegermutter.

Das Vogel-Züchten ist eine Familiensache: So sind gleich drei Generationen der Familie Orgas mit ihren Jungvögeln zur Börse gekommen: Opa Werner, Vater Frank und Enkel Florian ziehen Positur- und Farbkanarien. Ein Hobby, das an jede folgende Generation weitergegeben wird.

Und auch der 54-jährige Jetzsch züchtet seit 40 Jahren Vögel. Angefangen hat er zu DDR-Zeiten mit Wellensittichen. Nach der Wende erfüllte er sich einen Traum: Aus den Niederlanden holte er sich sein erstes Paar Graupapageien, die sofort Nachwuchs bekamen. Und der lebt noch heute bei Jentzsch. Denn die Vögel können bei guter Haltung leicht vierzig Jahre alt werden. Daneben hält der Vorsitzende des Ziergeflügel und Exotenvereins Leipzig Nord andere Edelpapageien, Aras, aber auch verschiedene Sittiche und Kanarienvögel. Nur die kleineren Arten bringt er mit zu der Vogelbörse, wo er immer wieder beobachtet, dass auch hier die Nachfrage gewissen Moden unterliegt. „Manchmal wollen alle Ziegensittiche, dann wieder niemand“, sagt er und berät nebenbei Interessenten: „Am zahmsten werden Wellensittiche.“

Kerstin Leppich

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