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Von der Druckanstalt zur Gärtnerschule

Von der Druckanstalt zur Gärtnerschule

Über die Zukunft der Berufsschule wurde viel diskutiert (die LVZ berichtete). Während die künftigen Gärtner und Floristen ihre Ausbildung ab August im Berufsschulzentrum des Landkreises in Wurzen fortsetzen, laufen in Markkleeberg die Vorbereitungen für einen runden Geburtstag.

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Markante Gebäude: Die einstige Sinselsche Lichtdruckanstalt wurde auf Antrag des Bürgermeisters 1929 zur Schule und Turnhalle umgebaut.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Denn am 29. April 1930 zog die Berufsschule für Gartenbau und Landwirtschaft in die umgebaute Sinselsche Lichtdruckanstalt auf dem heutigen Rathausplatz.

„Die Keimzelle unserer Berufsschule war die 1885 gegründete und der Volksschule Oetzsch angeschlossene Fortbildungsschule für Knaben“, steht fein säuberlich in der in Leder gebundenen Chronik, die Schulleiterin Maren Deistler hütet. Etwa 15 Jungen wurde in den ersten Jahren mittwochs und freitags von 18 bis 20 Uhr Unterricht erteilt. Deutsch, Rechnen und Realien standen im Winter auf dem Stundenplan: Schließlich wurden die Knaben als Arbeitskräfte auf den umliegenden Gütern und Höfen gebraucht.

In den folgenden Jahren wuchs die Schule: Ostern 1915 wurde die erste Klasse für Gärtner und Landwirte gebildet. Vier Jahre später zählte die „Gewerbliche Fortbildungsschule Oetzsch-Markkleeberg“ 70 Schüler. Durch das Übergangsschulgesetz für das Volksschulwesen wurden im gleichen Jahr Mädchen „fortbildungsschulpflichtig“. Fortan besuchten auch Hauswirtschafterinnen, Haustöchter und Arbeiterinnen die Schule, die trotz Erweiterung bald ihre Kapazitätsgrenze erreichte.

„Ende 1928 kaufte Bürgermeister Fischer die gegenüberliegende Druckanstalt und ließ sie nach Entwürfen der Architekten Bock und Paatzsch um- und ausbauen. Die Berufsschule, ein Kindergarten, die Volksbücherei und das Volksbad sollten darin untergebracht werden. Ein Festsaal durfte später als Turnhalle von Berufs- und Volksschule genutzt werden“, so ist es in der Chronik vermerkt.

Anfang der 50er Jahre wurde die Berufsschule mit der Entwicklung Markkleebergs zur Gartenbaustadt zu einer reinen Garten- und Landwirtschaftsschule und trug den Namen „Edwin Hoernle“. Nach der Wende wurde die Tradition fortgesetzt: zuletzt als Teil des Berufsschulzentrums Leipziger Land.

Anlässlich des 80-jährigen Bestehens lädt Schulleiterin Maren Deistler nun für den 21. Mai ehemalige und aktuelle Schüler zu einem großen Wiedersehen ein. Los geht’s um 16 Uhr mit einem Rundgang durch das Schulhaus. Ab 18 Uhr wird dann in der Parkgaststätte zünftig gefeiert.

Ulrike Witt

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