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Markkleeberg Von der Naturstudie zum Porträt
Region Markkleeberg Von der Naturstudie zum Porträt
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18:46 06.01.2012
Gudrun Strauch haben es Landschaften angetan, die meist direkt vor Ort entstehen. Doch auch die menschliche Figur fasziniert die Künstlerin. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

„Die Arbeit in der freien Natur liegt mir einfach. Als einmal ein plötzlicher Wetterumschwung kam und es hagelte, griff ich kurzerhand zur Kupferplatte und schuf eine Kaltnadelradierung.“

Wer wissen will, wie einige der auf diese Weise entstandenen Werke aussehen, sollte morgen um 15 Uhr ins Gutshaus Markkleeberg-Ost, Kirchstraße 42, kommen. Unter dem Motto „Wahrnehmen – Ausdruck finden“ wird dort eine Ausstellung mit Zeichnung, Malerei und Druckgrafik eröffnet, die anschließend bis zum 29. Februar zu sehen ist. Nicht die erste Schau für die Künstlerin, vor zehn Jahren präsentierte sie in Grünau ihre erste Einzelausstellung.

Der Weg zur Naturstudie wurde der 1944 im niederschlesischen Sulau geborenen Künstlerin bereits im Kindesalter gezeigt. Mutter und Vater entdeckten und förderten ihre Begabung. „Wilhelm Hönsch, ein Bekannter meiner Eltern, wurde auf diesem Gebiet mein erster Lehrer. Da ging es los“, erinnert sie sich. Ein von der Westverwandtschaft mitgebrachter und sehnlichst erwarteter Aquarellkasten brachte weiteren Schub. Später besuchte die Frohburgerin die Erweiterte Oberschule in Geithain und wollte eigentlich ein Kunststudium folgen lassen. „Die Unterlagen für die Eignungsprüfung hatte ich mir schon geholt. Doch schließlich entschied ich mich für einen Beruf, der mich mit Sicherheit auch ernähren konnte und wurde Offsetretuscheur und Farbretuscheur im Tiefdruck.“ Nach der Wende musste sie sich beruflich neu orientieren und absolvierte mit großer Hingabe Ausbildungen im künstlerisch-therapeutischen Bereich. Später kam noch eine Ausbildung zur Ergotherapeutin hinzu.

Ihre Arbeit als Künstlerin vernachlässigte sie dabei nicht. Wesentliche Impulse erhielt sie als Teilnehmerin der Abendakademie der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. „Arnd Schultheiß hat mich an die Gestaltung der menschlichen Figur herangeführt“, erinnert sie sich. Einige Beispiele präsentiert sie nun auch in ihrer Ausstellung. Mittlerweile geht sie ganz neue Wege. „Ich beschäftige mich derzeit mit der alten Technik der Silberstiftzeichnung. Damit lässt sich gut experimentieren.“

Bert Endruszeit

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