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Markkleeberg Von der Schulbank in die Selbstständigkeit
Region Markkleeberg Von der Schulbank in die Selbstständigkeit
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07:00 04.05.2017
Jung, hübsch und schon Chefin: Lisa-Marie Groh eröffnet am Sonntag das „Lotty’s“ am Zwenkauer Yachthafen. Quelle: Andre Kempner
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Zwenkau

Lisa-Marie Groh, 18 Jahre jung und bildhübsch, ist das neue Gesicht unter den Gastronomen am Zwenkauer Yachthafen. Am Sonntag wird sie das „Lotty‘s“ - italienisches Eiscafé, Pizzeria und Cocktailbar in einem – im Hafenhaus Z 1 eröffnen.

„Ich hab schon eine Weile überlegt, ob ich das mache. Schließlich weiß ich von meinen Eltern, was Selbstständigkeit in der Gastronomie bedeutet: keinen Feierabend, kein freies Wochenende. Aber ich freu mich drauf“, sagt Lisa-Marie. Die Schülerin des Freien Gymnasiums Zwenkau steckt gerade mitten in den Abiturprüfungen. Gestern stand Mathe schriftlich an. „Die Aufregung vor der Prüfung war größer als die vor der Geschäftseröffnung“, gesteht sie schmunzelnd.

Anders als viele ihrer Klassenkameraden, die sich noch nicht für einen Beruf oder ein Studium entschieden haben, weiß Lotty, so ihr Spitzname, wie es nach dem Abitur für sie weitergeht. „Ich werde im Sommer an der Internationalen Berufsakademie in Leipzig ein vierjähriges duales Studium Gastronomie-Management beginnen“, erzählt die junge Frau. Die wöchentlichen Praxiseinheiten wird sie im eigenen Café absolvieren.

„Ohne die Unterstützung meiner Eltern wäre das alles natürlich nicht möglich“, weiß Lisa-Marie. Die Familie betreibt seit bald dreieinhalb Jahren keine 50 Meter entfernt an der Seepromenade das Restaurant Groh‘s. Dass die Tochter nun in ihre Fußstapfen tritt, darauf ist Vater Detlef sichtlich stolz. „Auf den Tag genau vor 25 Jahren habe ich mein erstes Gewerbe angemeldet, jetzt macht es Lisa“, sagt der 51-Jährige strahlend.

Das „Lotty‘s“ ist trendig im Industrial Style eingerichtet: unverputzte Wände, Holztische, coole Pop-Art-Bilder von Mark Mick und Metalllampen sollen ein junges oder auch jung gebliebenes Publikum locken. „Ich habe wie immer nur die Wünsche meiner beiden Frauen umgesetzt“, sagt Detlef Groh lachend.

Direkt mit Blick auf den Yachthafen gibt es drinnen 60 Plätze, noch einmal so viele auf den beiden Freisitzen. Zwei Köche und drei Kellner hat die „Chefin“ bislang schon in ihrem Team, sucht aber noch weitere Verstärkung für Herd und Service. Geöffnet ist das „Lotty‘s“ künftig täglich von 11.30 bis 22 Uhr. Ruhetage soll es erst mal nicht geben.

Von Ulrike Witt

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