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Markkleeberg Voraussichtlich im Herbst wird Baustart in der Kuhle sein
Region Markkleeberg Voraussichtlich im Herbst wird Baustart in der Kuhle sein
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09:09 19.04.2017
Nachdem das Gelände weitgehend beräumt wurde, soll im Sommer die Erschließung der 20 000 Quadratmeter großen Kuhle beginnen. Quelle: André Kempner
Markkleeberg

City-Lage mit kurzen Wegen zu Supermarkt, Kita, Sportbad und Ärzten, Bus und S-Bahn gleich um die Ecke – das macht die Kuhle schon vor Baubeginn zu einem begehrten Wohnstandort in Markkleeberg-Mitte.

„Einige Grundstücke sind bereits reserviert, die ersten Kaufverträge unterzeichnet“, berichtet Johanna Blankenburg, zuständig für Projektleitung und Verkauf in der Leipziger Niederlassung der Anhöck & Kellner Massivhaus GmbH. Insgesamt 30 Einfamilienhäuser in drei verschiedenen Typen mit 130 bis 180 Quadratmeter Wohn- und 360 bis 830 Quadratmeter Grundstücksfläche seien auf dem Areal zwischen Hohe Straße und Ring geplant. Zudem werde an der Hohen Straße ein Mehrfamilienhaus mit drei Aufgängen, 27 Eigentumswohnungen und Tiefgarage entstehen, erklärt sie beim Vor-Ort-Termin.

Nachdem das rund 20 000 Quadratmeter große Grundstück in den vergangenen Monaten weitestgehend beräumt wurde, ist die Dimension der Kuhle erst einmal offensichtlich. Jahrzehntelang versperrten marode Baracken und Garagenkomplexe den Blick und die komplizierten Eigentumsverhältnisse nach der Wende eine schnelle städtebauliche Entwicklung. Dem Bund, der Stadt Markkleeberg und einer Erbengemeinschaft gehörten die zum Teil mit chemischen Altlasten behafteten Grundstücke.

„Den Abriss haben wir als jetziger Eigentümer beauftragt. Und der war teuer und ist auch noch nicht ganz abgeschlossen“, betont Blankenburg und zeigt auf eine mit Planen abgedeckte Fläche. Vorab hätte ein dickes Gutachten, darauf basierend dann ein Altlasten- und Entsorgungskonzept erstellt werden müssen, berichtet sie.

Baustart soll in der Kuhle im Herbst diesen Jahres sein. Voraussetzung ist das Okay des Stadtrates. Voraussichtlich im Mai werde der den vorhabenbezogenen Bebauungsplan abwägen, wenn alles gut geht, einen Monat später den Satzungsbeschluss fassen, kündigte gestern Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) an. „Sobald der Bebauungsplan durch ist, werden wir mit der Geländeregulierung und Erschließung beginnen. Das dauert dann in etwa drei Monate“, erklärt die Projektleiterin. Verkehrlich erschlossen werde die neue Siedlung in der Innenstadt über die Hohe Straße und eine neu zu bauende private Straße.

Interesse an den Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen in der Kuhle zeigten bislang vor allem Markkleeberger, aber auch Leipziger und Familien aus Markranstädt, verriet Blankenburg. Fast alle wollten den modernen Wohnraum selbst nutzen, nur einige wenige vermieten. Ein Plus für junge Familien mit Kindern: In der Kuhle wird es auch einen Spielplatz geben.

Von Ulrike Witt

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