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Markkleeberg Vorbereitungen für Harthkanal laufen auf Hochtouren
Region Markkleeberg Vorbereitungen für Harthkanal laufen auf Hochtouren
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14:08 19.05.2015
Imposanter als es hier den Anschein hat: Der Rüttelbohrer rammt sich nahe der A 38 gut 19 Meter in den Boden. Quelle: André Kempner

Seit November laufen die Vorbereitungen für die etwa 790 Meter lange Wasserstraße, die ab 2018 touristische Verbindung und einer von zwei Abläufen für den Hochwasserspeicher Zwenkauer See sein wird.

"Der Harthkanal ist eines der größten Bauprojekte in Mitteldeutschland und zukunftsweisend für das gesamte Leipziger Neuseenland", betonte LMBV-Projektmanager Thomas Rösler. Allein die seit Mitte März und voraussichtlich bis Februar 2016 laufende Baugrundvergütung des Kippenbodens im Rüttelstopfverfahren kostet Bund und Land rund 12,6 Millionen Euro.

"Auf einer Fläche von 70 000 Quadratmetern werden über 16 000 Rüttel-stopfsäulen zwischen 19 und 25 Meter tief in die Erde gerammt. Hinzu kommen 3400 Kiesbohrpfähle für die Entwässerung des Baugrundes", erklärte Thomas Boeck von der Firma Bauer Spezialtiefbau den beeindruckten Besuchern an der ersten Station. Interessant auch der Blick ins Fahrerhaus des Rüttlers, das mit modernster Technik ausgestattet ist.

Vom lautstarken Rüttler ging es zum vergleichsweise beschaulichen Anleger am Nordufer des Zwenkauer Sees. Gebaut wurde dieser, um die 50 000 Kubikmeter Erdmassen, die bei der Vorprofilierung des Kanals anfielen, und die 200 000 Kubikmeter Aushub, die beim eigentlichen Bau übrig bleiben werden, im See verklappen zu können.

"Bislang haben wir etwa 11 000 Kubikmeter in dem 100 mal 100 Meter großen, mit gelben Bojen gekennzeichneten Bereich vor dem Hafen auf den Grund verbracht", erläuterte Rösler. Für den Sedimenteinbau, der über eine Schürze von der Klappschute erfolgt, sei ein Monitoring vereinbart worden. Die Kontrolle durch Taucher habe bis dato keine Auffälligkeiten ergeben.

"Bis zur Inbetriebnahme des Harthkanals ist es erforderlich, einen Zwangswasserstand von 112,5 Metern zu halten", sagte Rösler und zeigte auf ein ins Wasser ragendes Stahlrohr - die kurz vor der Fertigstellung stehende Heberleitung. Über diese wird überschüssiges Wasser, das heißt die Differenz zum Endwasserstand von 113,5 Meter, in den Cospudener See abgeleitet. Damit die Wasserqualität des Cossi nicht leidet, wird der Zwenkauer See seit Anfang April verstärkt gekalkt. Zusätzlich zur stationären Anlage bei Zitzschen fährt ein Sanierungsschiff und bringt Branntkalk ein. Inzwischen sei ein ph-Wert von 5,9 erreicht, so Rösler. Ziel ist sieben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.04.2015
Ulrike Witt

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