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Markkleeberg Vorbereitungen für die historische Gefechtsdarstellung laufen auf Hochtouren
Region Markkleeberg Vorbereitungen für die historische Gefechtsdarstellung laufen auf Hochtouren
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14:51 19.05.2015
Flechtlektion im Biwak an der Möncherei: Antje Hövel zeigt den Männern wie Äste um die Staken gewickelt werden. Quelle: Ulrike Witt

Um sich vor gegnerischen Geschossen zu schützen, sollen wie anno dazumal mit Erde gefüllte Schanzkörbe aus Weidengeflecht zum Einsatz kommen. Dass deren Herstellung schwere körperliche Arbeit ist, haben Mitglieder des Verbands Jahrfeier Völkerschlacht am Samstag beim Kulissenbau an der Möncherei erlebt.

"Sie werden heute ins Schwitzen kommen. Das Flechten von Weidenruten ist technisch nicht besonders anspruchsvoll, erfordert aber viel Kraft", machte Flechtlehrerin Antje Hövel aus Rackwitz den sieben Teilnehmern am Morgen klar. Benjamin Sasse und Peter Böhm vom Verein Preußische Infanterie, Uwe Wippert und Ralf Hiller vom Körnerhaus Großzschocher und die anderen schmunzelten - noch. Schon das Schneiden und Anspitzen der 21 Staken, sozusagen die Basis für die etwa 1,80 Meter hohen Schanzkörbe, war gar nicht so einfach. Mit Messern, Garten- und Astscheren rückten die Männer den Weidenbündeln, die Hövel auf ihrer eigenen Plantage geerntet, später getrocknet, vorsortiert und gewässert hatte, zu Leibe.

Im zweiten Schritt galt es die dünneren Weidenästchen um die Staken zu flechten. "Einmal vorn, einmal hinten herum und bitte aufpassen, dass die Enden nicht immer an der gleichen Stelle auslaufen, sonst wird der Schanzkorb instabil", erklärte Hövel. Neben Kraft war nun auch Fingerspitzengefühl gefragt. "Die Äste dürfen einmal knacken, beim zweiten Mal sind sie Ausschuss", mahnte Hövel die Teilnehmer, die zu diesem Zeitpunkt bereits ahnten, dass ein Korb pro Mann an einem Tag eine echte Herausforderung darstellt.

"Handgefertigte Schanzkörbe zu kaufen, wäre viel zu teuer", gestand denn auch Michél Kothe vom Verband Jahrfeier Völkerschlacht. Sie selbst zu bauen, sei die einzige Alternative gewesen. 700 Uniformierte aus sechs Ländern werden zur Gefechtsdarstellung und in den beiden Biwaks an den Torhäusern Dölitz und Markkleeberg-Ost Mitte Oktober erwartet. "Nach dem Jubiläum im vergangenen Jahr mit 5000 Uniformierten pegeln wir uns damit wieder auf das normale Maß ein", so Kothe.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.09.2014
Ulrike Witt

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