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Markkleeberg „Wald-Tüv“ prüft im Eichholz Zwenkau
Region Markkleeberg „Wald-Tüv“ prüft im Eichholz Zwenkau
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00:31 19.11.2015
Der „Wald-Tüv“ mit Prüfer Niels Plusczyk (li.) schaut gestern im Eichholz vorbei. Revierleiter Carsten Pitsch musste die Maßnahmen im Wald erklären. Quelle: Foto: Jörg ter Vehn
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Zwenkau

Im Eichholz war am Montag der „Wald-Tüv“ unterwegs. Prüfer Niels Plusczyk, unabhängiger Forstsachverständiger aus Hessen, schaute im Auftrag des Tüv Rheinland, ob in dem Lieblingswald der Zwenkauer die Richtlinien der PEFC-Zertifizierung eingehalten werden.

Die sind streng, umfassen sechs Themenbereiche wie „Forstliche Ressourcen“, „Gesundheit und Vitalität“, „Biologische Vielfalt“ und „Schutzfunktionen der Wälder“ mit insgesamt 43 Untervorschriften, die mitunter selber noch mehrere konkrete Vorgaben enthalten. Das PEFC-Prüfzeichen – Laub- und Nadelbaum in einem grünen Kreis – gilt daher als so etwas wie das Tüv-Siegel für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.

Der Sachsenforst sei insgesamt zertifiziert, erläuterte Plusczyk. Jedes Jahr würden aber stichprobenartige Kontrollen durchgeführt, ob auch alle Kriterien eingehalten werden. In diesem Jahr sei das Los auf den Forstbezirk Leipzig gefallen. Dort erfuhren die Mitarbeiter erst am Montagvormittag, was der Prüfer sehen wollte, welche Wälder er näher untersuchen will. Seine Wahl fiel auf das Eichholz Zwenkau, die Nordwestaue in Schkeuditz sowie den Colditzer Forst. Am heutigen Dienstag geht es in den Wermsdorfer Wald.

Bei den Wälder rund um Leipzig gebe es ja sehr viel Spezielles, meinte Plusczyk. So ließ er sich im Eichholz die im Jahresrhythmus angelegten Verjüngungsflächen zeigen, mit deren Hilfe Revierleiter Carsten Pitsch mehr Eichen ansiedeln und die Zielvorgabe von 40 Prozent dort erreichen will. Rund einen halben Hektar sind die so genannten Femelhiebe jeweils groß. Viel Fläche, die zunächst einmal freigeräumt wird, um junge Eichen anzupflanzen, die besonders viel Licht benötigen. „Wir haben es auch schon mal mit kleineren Flächen probiert, aber das brachte nicht den Erfolg“, erläuterte Pitsch.

Da, wo früher die Eschen dominierten, die mit 120 bis 130 Jahren ohnehin überaltert gewesen seien, meinte Forstbezirksleiter Andreas Padberg, seien die Verjüngungsflächen mit den Eichen platziert worden. Prüfer Plusczyk lobte vor allem den dahinterliegenden Waldumbau-Plan, der konsequent umgesetzt werde. Tatsächlich ist etwa die Fläche von 2010 inzwischen so gut gewachsen, dass nun die Zäune verschwanden, der Wald langsam wieder ineinander übergehen kann. In der Nordwestaue schaute Plusczyk sich dann arbeitende Betriebe an, schaute auch nach dem Arbeitsschutz und den Sachkenntnissen der Forstfirmen. Sein Urteil ergeht erst am Dienstag.

Von Jörg ter Vehn

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