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Markkleeberg Waldjugendspiele: Lehrreiche Stunden im Oberholz
Region Markkleeberg Waldjugendspiele: Lehrreiche Stunden im Oberholz
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13:56 19.05.2015

Aus drei Schulen in Kitzscher und Leipzig kamen die jungen Mitspieler und wurden von Mathias Stahn vom Forstbezirk Leipzig begrüßt. Die ganze Woche noch würden jeden Tag drei andere Schulen aus der Region an den Spielen mitmachen, erzählte er. Alles in allem sei es Ziel der Forstverwaltung, auf diese Weise zusammen mit einer Woche im Wermsdorfer und im Colditzer Forst jedes Jahr rund tausend Grundschülern Wissen zum Wald zu vermitteln.

Das geschieht wie schon bei den 15 vorhergegangenen Waldjugendspielen vor allem spielerisch. Da seien Teamgeist, Wissen und etwas Sport gefragt, erzählte Stahn den jungen Waldbesuchern. Vor allem aber wünschte er den Schülern einen Tag im Wald, der ihnen viel Spaß macht.

Den hatten die Kinder sichtlich. An zehn Stationen konnte zum Beispiel Holz geschleppt, durften Bäume anhand ihrer Blätter bestimmt werden. Bei Ronny Büttner und Max Staskewitsch lernten die Kinder die Werkzeuge der Waldarbeiter kennen: Motorsäge, Maßband und Freischneider. Es werde aber auch viel gepflanzt, sagte die Azubis aus dem Colditzer Forst und erklärten die Funktion des "Fahrradlenkers" als Pflanzhilfe - eines praktischen, spatenähnlichen Geräts mit Lenker zum leichteren Handhaben. Die jungen Männer erläuterten auch ihren Schutz: Schnittschutzhose, Helm und Visier, ließen die Kinder auch zum Spaß auf den stählernen Kappen ihrer Arbeitsschuhe stehen.

Bei Frank Schwarz eine Station weiter warteten schon zehn Tastboxen und ein gern gemachter Fehler. Denn als die Kinder etwa der Wilhelm-Busch-Schule alle stolz ganz viele Zapfen in einer Box ausmachten und dazu Tannenzapfen sagten, wurde sie eines Besseren belehrt. Fichtenzapfen hingen nach unten am Ast, Tannenzapfen stünden aber nach oben, würden mit der Zeit einfach abbröseln. "Die werdet ihr also gar nicht finden im Wald", sagte Fritz Wirsing von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die die Station betreute. Was die Kinder ertastet hätten, seien die typischen Kiefernzapfen, "auch Kienäpfel genannt", feixte Wirsing. Ein dickes Lob bekamen die Kinder jedoch, als sie ohne Mühe ein dickes Fell in einer der Boxen ausmachten und ein Kind sogar wusste, dass es sich um das Fell eines Wildschweines handelte. "Gar nicht schlecht für Leute aus der Großstadt, für Betonkinder", meinte Schwarz. Als kleine Belohnung gab es für jedes Kind dafür einen Stift und ein Jojo - natürlich beides aus Holz.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.06.2014
Jörg ter Vehn

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