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Markkleeberg Waldjugendspiele im Oberholz: Baum ist nicht gleich Baum
Region Markkleeberg Waldjugendspiele im Oberholz: Baum ist nicht gleich Baum
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17:10 19.05.2015

"Ich brauche Euch", hatte der Minister den Dritt-, Viert- und Fünftklässlern aus Leipzig zugerufen. Viele Erwachsene wüssten nicht, wie man sich im Wald verhalten sollte. "Ihr erfahrt es hier und sollt allen weitersagen, wie wichtig der Wald ist, wie viele Funktionen er für uns erfüllt", sagte Kupfer und zählte unter anderem die Sauerstoffproduktion, die Grundwasserreinigung und den Hochwasserschutz auf.

In zehn Gruppen wanderten die Schüler so zu den zehn Stationen. Bei denen ging es um die Tiere im Wald, den Holztransport, um die Waldarbeiter und ihre Werkzeuge, um Waldschäden und die Jagd oder auch die verschiedenen Holzarten. Bei Stefan Müller durften Leo, Heiko, Patrice und die anderen Kinder der Adolf-Diesterweg-Schule gleich große Holzklötze heben - und sich wundern, wie verschieden schwer sie sind. So erfuhren sie von ihm etwas über das dichte und damit schwere Eichenholz und über die leichte Lärche. Mit Hammer und Nagel rückten sie dann zwei Stämmen zu Leibe. Während Louis auf der einen Seite schon den Drahtstift versenkt hatte, waren Leo und Heiko mit ihrem Nagel kaum zur Hälfte in den Stamm vorgedrungen - Louis durfte in weiches Lindenholz nageln, die anderen arbeiteten an der Eiche ab.

Zapfenzielwerfen, Tastboxen, Rindenrubbelbilder - der spielerische Umgang mit den Themen des Waldes hat Tradition. Mehr als 75000 Schüler in Sachsen haben sich schon an den bisherigen 14 Waldjugendspielen im Freistaat beteiligt, bis Anfang Juli sollen bei 68 Veranstaltungen weitere 6000 folgen. Fünf Spieltage sind dabei im Oberholz geplant.

Zum Auftakt mit Abgeordneten von Bund- und Landesparlament, Polizeipräsident Bernd Merbitz und Forstkönigin Luzie-Elsa Harras hatte Forstdirektor Andreas Padberg in diesem Jahr extra Förderschüler ausgewählt. Für die Lern- oder Sehbehinderten habe das Erleben im Wald vielleicht auch einen anderen Stellenwert, meinte Padberg und fühlte sich bestätigt durch seine Beobachtungen. "Das werden wir beibehalten", sagte er.

Die Waldjugendspiele sind eine Gemeinschaftsaktion der sächsischen Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft sowie für Kultur und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.Unterstützt werden sie auch von lokalen Sponsoren und der Forstwirtschaft. So bekamen alle Kinder mittags eine Grillwurst, die aus den Einnahmen der Tombola des jährlichen Forstballes finanziert wurde.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.05.2013

Jörg ter Vehn

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