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Markkleeberg Waldkönigin startet Weihnachtsbaumsaison
Region Markkleeberg Waldkönigin startet Weihnachtsbaumsaison
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10:48 04.12.2017
Kinder der Kita „Anne Frank " haben sich mit Waldkönigin Friederike Binder (l.) und Andreas Padberg vom Forstamt ihren Weihnachtsbaum ausgesucht. Quelle: Foto: André Kempner
Zwenkau

Wo steht der schönste Weihnachtsbaum? – „Tief im Wald“, wissen Hanna, Emil, Charlotte und Co. Pünktlich zum ersten Advent eröffneten die Mädchen und Jungen der Zwenkauer KindertagesstätteAnne Frank“ die Weihnachtsbaumsaison in Sachsen. Hilfe gab’s dabei von höherer Stelle: Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, die Hainicher Jagdhornbläser und Waldkönigin Friederike I. unterstützten die kleinen Experten. Diese durften sich einen Baum für ihre Kindertagesstätte aussuchen. Keine leichte Aufgabe.

„Hier ist ja einer schöner als der andere“, so die einhellige Meinung der Kinder. Schließlich fanden sie doch einen besonders schönen: Drei Meter groß mit blaugrünen Nadeln. Eine schmucke Blaufichte. Eine von Tausenden, die im Waldgebiet Böhlen an der B 2 zwischen Zwenkau und Großdeuben wächst. Dort konnten Interessierte nach der klangvollen Eröffnung selbst Blaufichten auswählen und schlagen. „An unseren Weihnachtsbäumen werden Sie lange Freude haben“, gab ihnen Thomas Schmidt mit auf den Weg. Denn ganz im Gegensatz zu Weihnachtsbäumen aus weit entfernten Plantagen seien Bäume aus Sachsen besonders frisch, weil sie unmittelbar nach dem Schlagen zum Verkauf angeboten werden. Die Ernte kurz vor dem Fest sorge dafür, dass der Baum mit großer Wahrscheinlichkeit nicht schon am Heiligen Abend seine Nadeln verliert. Außerdem sei die Ökobilanz wegen der kurzen Transportwege unschlagbar. Und schließlich bleibe auch noch die Wertschöpfung im Land, das helfe Betrieben im ländlichen Raum. Denn eine Großzahl der Bäume. so Schmidt, kommt von Plantagen sächsischer Erzeuger aus dem Privat- und Körperschaftswald. „Der Staatsbetrieb Sachsenforst stellt pro Jahr etwa 25 000 bis 30 000 Weihnachtsbäume bereit“, ergänzte der Leiter des Forstbezirkes Leipzig, Andreas Padberg und sagte weiter: „Die Bäume sind in der Regel zwischen einem und gut zwei Meter groß. Die Preise für Bäume aus dem Staatswald liegen je nach Baumart und Größe zwischen 15 und 30 Euro. Größere Bäume können auf Nachfrage zu gesonderten Preisen bereitgestellt werden.“

Als künftige Weihnachtsbäume baue Sachsenforst hauptsächlich Blaufichte und Gemeine Fichte an. Letztere sei übrigens „Baum des Jahres 2017“. Weitere Baumarten sind heimische Kiefer, Omorikafichte sowie Nordmanntanne. Auch wenn die Nordmanntanne zu den beliebtesten Bäumen gehöre: Auf der Sonderfläche im Böhlener Wäldchen sähe sie wohl bald ziemlich gerupft aus: „Hier gibt es nämlich viele Rehe, ihnen schmecken Nordmanntannen wie uns Schokolade“, erklärte Revierleiterin Christiane Wolfram. Deshalb seien an dieser Stelle Blaufichten geeigneter. „Außerdem verwenden wir keinerlei Pflanzenschutzmittel und keine Chemie. Die Bäume wachsen so für sich hin und sind sehr widerstandsfähig“, so Wolfram.

Egal ob Nordmanntanne oder Blaufichte – für Waldkönigin Friederike I. hat jeder Baum etwas Besonderes. Weihnachtsbäume sind mit Emotionen verbunden“, findet ihre Majestät. Die im realen Leben übrigens Friederike Binder heißt, in Tharandt Forstwirtschaft studiert und im Forstbezirk vor Ort keine Unbekannte ist: „Hier im Forstbetrieb habe ich mein Praktikum gemacht“, verrät die 23-Jährige. Da sind ihre Tipps natürlich gefragt. Etwa bei Stephanie und Peter Klick aus Zwenkau. „Manche wissen gar nicht, dass man hier Bäume selbst schlagen kann.“ Großfamilie Fritzsche – bestehend aus zwei Eltern- und zwei Großelternpaaren sowie den Kindern Clemens, Nikolaus und Charlotte – gehört dagegen schon zu den Fans der Aktion. „Wir sind mit Säge, Werkzeugkasten und heißem Tee angerückt“, berichtet Familiensprecherin Sigrid. „Auch heute passt alles: Die Sonne scheint, der Himmel ist blau. Es macht Spaß durch die Reihen zu streifen. Schöner als auf dem Weihnachtsmarkt“, loben die Markkleeberger.

Nächster Termin 17. Dezember von 9 bis 15 Uhr

Von Ingrid Hildebrandt

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