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Wasserschutzpolizei fährt bereits Streife im Leipziger Neuseenland

Wasserschutzpolizei fährt bereits Streife im Leipziger Neuseenland

Markkleeberg. Die neuen Gewässer rund um Leipzig und die zunehmende Nutzung erfordern auch neue Strukturen bei der Wasserschutzpolizei.

Die hat inzwischen im früheren Polizeirevier Markkleeberg Station bezogen, bestreift von dort aus seit Anfang April mit zwei trailerbaren Booten die Gewässer des neuen Leipziger Neuseenlandes.

Markkleeberg sei nach Dresden und Riesa der dritte Standort der Wasserschutzpolizei in Sachsen geworden, erklärt Colin van den Loo, Sprecher der dafür zuständigen Bereitschaftspolizei. In der Woche und am Wochenende werde auf den Seen und Kanälen kontrolliert, zwei Bootsbesatzungen stünden umschichtig dafür zur Verfügung. Auf Grund der polizeilichen Lage an Land und am Wasser werde täglich neu entschieden, an welchem innerstädtischen Gewässer oder Tagebausee schwerpunktmäßig Dienst verrichtet werde.

Gestern probten die Beamten das Einsetzen des Festrumpf-Schlauchbootes mit dem 60 PS starken Außenborder am Störmthaler See. "Vom Ankommen bis zum Losfahren dauert es keine fünf Minuten", erklärte van den Loo. Ähnlich nutzbare Slipstellen wie am Störmthaler See gebe es für die Boote an der DHfK für den Elstermühlgraben, am Cospudener See, am Markkleeberger See und künftig auch am Zwenkauer See.

Darüberhinaus sei in Prüfung, auf dem Störmthaler See einen Liegeplatz anzumieten und ein Kajütboot zu stationieren. Für den Umfang und die Ausgestaltung der Dienste müssten aber erst noch Erfahrungen gesammelt werden, etwa über den konkreten Verkehr auf den Gewässern und polizeiliche Sachverhalte.

Geschwindigkeiten und Abstände zum Ufer ließen sich beispielsweise gut mit einem bei der Wasserschutzpolizei vorhandenen Lasermessgerät kontrollieren. "Das ist ein bisschen wie beim Straßenverkehr, nur auf dem Wasser etwas komplizierter", beschreibt es van den Loo. Vorteil an den Gewässern sei jedoch, dass die Verursacher nicht einfach verschwinden könnten. Es gebe etwa am Störmthaler See nur diese eine Slipstelle, über die Bote rein- und rauskönnten. Und die Dauerlieger am See seien beim Hafenmeister bekannt.

Wie berichtet, plant die Landesdirektion Leipzig wie im Sächsischen Wassergesetz vorgesehen die Freigabe der Tagebaugewässer für Sportboote in dieser Saison. Unter anderem gelten dann die strengen Regeln der Sächsischen Schifffahrtsverordnung: So dürfen Sportboote auf einem Gewässer nicht schneller als 15 Stundenkilometer fahren, im Uferrandbereich sogar nur sieben Km/h. Dieser soll an den Tagebauseen deutlich aufgeweitet werden, nach bisherigem Kenntnisstand 50 statt der sonst nur üblichen fünf Meter betragen.

Lediglich an Stellen, wo ein Gewässer breiter ist als 200 Meter, dürfte laut Schifffahrtsverordnung ab einer Entfernung von einhundert Metern vom Ufer bis zu 30 Stundenkilometer schnell gefahren werden. Die endgültigen Regelungen der Landesdirektion sind aber noch nicht veröffentlicht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.04.2015
Jörg ter Vehn

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