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Markkleeberg Weber-Schau im Fotomuseum: Vorhang zu und alle Fragen offen
Region Markkleeberg Weber-Schau im Fotomuseum: Vorhang zu und alle Fragen offen
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14:23 19.05.2015
Diskussion zu ethisch-ästhetischen Fragen noch nicht beendet: Stephan Bickhardt, Regina Schild und Andreas J. Mueller (v.l.) in der Weber-Kabinettausstellung. Quelle: André Kempner

Wie berichtet, waren bei der gut besuchten Runde mit Moderator Stephan Bickhardt und Regina Schild von der Leipziger Außenstelle der Stasi-Unterlagen-Behörde vom Publikum plötzlich sehr persönliche Fragen zu Weber aufgetaucht - obwohl darüber gar nicht gesprochen werden sollte.

"Wir wollten darüber reden, was mit unserer Wahrnehmung der Bilder geschieht, wenn wir von den Stasi-Zusammenhängen wissen", fasste es Andreas J. Mueller gestern zusammen. "Und was macht die IM-Tätigkeit mit dem Fotografen?", fragte er. Bei der Diskussionsrunde seien sie leider soweit nicht gekommen. "Viele gesellschaftliche Fragen lagen und liegen noch darüber, sind noch nicht abgeschlossen", formulierte es gestern Bickhardt.

Er sei dankbar, dass sich das private Fotomuseum auch solcher schwierigen Fragen widme. Er habe es auch gut gefunden, dass es Weber auf sich genommen habe, mit seiner IM-Tätigkeit konfrontiert zu werden. Er bedaure allerdings die gesundheitlichen Komplikationen, zu denen es gekommen sei.

Wie berichtet, hatte Mueller nach Bekanntwerden der Stasi-Zuarbeit von Weber einen offenen Umgang mit dem Thema ausdrücklich verlangt. Auch die Diskussionsrunde sei Thema der Vereinbarung mit Weber gewesen, erklärte Mueller gestern erneut. Darum sei es im Übrigen auch in zwei mehrstündigen Telefonaten am Wochenende vor der Veranstaltung gegangen. Da habe er Weber ausdrücklich erklärt, dass es in der Runde um die ethisch-ästhetischen Fragen seiner Arbeit gehen solle. Mueller verwahrte sich gestern dagegen, dass seine Telefonate in irgendeinem Zusammenhang mit den Herzproblemen von Weber stehen könnten, wie es Webers Verleger Mark Lehmstedt in der Diskussionsrunde angedeutet hatte.

Webers kleine und verlängerte Sonderschau wurde Sonntag beendet. Ab heute ist die nächste Kabinettausstellung zu sehen. Sie widmet sich bis 7. September Fotos von Marilyn Monroe.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.05.2014
Jörg ter Vehn

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