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Weihnachtsbäume frisch vom Feld

Weihnachtsbäume frisch vom Feld

Alle Jahre wieder machen sich Familien vorm Fest auf die Suche nach dem Weihnachtsbaum. Schön grün soll er sein, gleichmäßig gewachsen, nicht nadeln und natürlich herrlich nach Wald duften.

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Zufrieden: Franziska Seppelt, Oliver Klaus und Tochter Annika haben ihren Festbaum gefunden. Geschmückt wird das gute Stück erst an Heiligabend.

Quelle: André Kempner

Zwenkau. Bei vielen steht deshalb der Baum frisch vom Feld hoch im Kurs. Eine der ersten Adressen in der Region ist das Christbaumland der Gebrüder Neidhardt an der B 186 bei Kleindalzig. Am dritten Adventswochenende herrschte dort trotz Nieselregen Andrang.

"Wir kommen seit 15 Jahren. Hier können wir uns den Baum in Ruhe aussuchen, sogar mit der Säge selbst Hand anlegen", erklärte Gerd Schröder aus Profen. Eine kleine Nordmanntanne hielt der 56-Jährige schon in der Hand. "Das ist die Rentnervariante für die Schwiegermutter", erzählte er. Für die eigene Stube solle es ein größeres Exemplar sein. "Meine Frau schaut sich noch um, das kann dauern", meinte Schröder. Zu DDR-Zeiten habe er manchmal zwei Bäume zusammengebunden oder einen mit Extra-Zweigen aufgepeppt, erinnerte er sich schmunzelnd.

Mit einer Freundin hatte sich Heike Majunke verabredet. "Für uns ist der Baumkauf ein Erlebnis, besonders für die Kinder. Außerdem gibt es hier zum Baum Glühwein und Plätzchen", sagte die 37-jährige Gerichshainerin, die mit Sohn und Lebensgefährten gut gelaunt durch die Plantage stapfte. Ein Stück weiter schimpfte eine Mutter mit ihrem Sprössling: "Halt den Baum nicht so nah an die Jacke. Wie soll ich die Harzflecken je wieder rausbekommen?"

Zum ersten Mal im Christbaumland war am Samstag Thomas Meinke aus Markkleeberg. "Den Tipp haben wir von unserer Tochter", verriet der 57-Jährige und schaute nach Ehefrau Steffi. Die Suche entpuppte sich ob der großen Auswahl an Fichten, Blaufichten, Kiefern und Nordmanntannen als schwere Geburt. "Wenn wir schon hier sind, können wir auch so lange suchen, bis wir das richtige Modell haben", sagte seine bessere Hälfte. Dass es regnete und die Wege von Minute zu Minute matschiger wurden, bremste sie nicht.

Auch Familie Seppelt/Klaus aus Schleußig ließ sich Zeit. "Ich habe im Internet recherchiert, wo wir uns einen Baum vom Feld holen können", erzählte die 30-jährige Franziska Seppelt. Lebensgefährte Oliver Klaus hatte klare Vorstellungen: "Die Höhe ist nicht entscheidend, der Baum darf nur nicht zu breit sein, dann passt er nicht ins Wohnzimmer." Zudem solle das gute Stück nicht mehr als 25 Euro kosten. Ein Wörtchen mitreden wollte auch Tochter Annika, zehn Jahre alt. Immerhin nach 30 Minuten war der Baum gefunden, ging es zum Bezahlen und Verpacken -letzteres ganz klar die Aufgabe von Papa.

Lutz Neidhardt war zufrieden: "Heute ist eine ordentliche Zahl rausgegangen." Das Skurrilste: Ein im Ständer stehender Baum wurde im Eifer des Gefechts noch mal abgesägt. "So was habe ich noch nicht erlebt", sagte der Zitzschener lachend. Die Felder zwischen Markranstädt und Zwenkau sind bis 24. Dezember täglich ab 9 Uhr geöffnet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.12.2014
Ulrike Witt

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