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Markkleeberg Weiße Elster soll für Paddler zwischen Pegau und Leipzig attraktiver werden
Region Markkleeberg Weiße Elster soll für Paddler zwischen Pegau und Leipzig attraktiver werden
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07:00 06.04.2016
Damit Paddeln noch mehr Spaß macht: So wie in Pegau könnte eine Ein- und Ausstiegsstelle auch an der Weißen Elster bei Zwenkau aussehen. Quelle: Privat
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Zwenkau

Die Weiße Elster soll zwischen Pegau und Leipzig für Paddler attraktiver werden. Was dafür konkret notwendig ist, soll dieses Jahr vom Planungsbüro Station C 23 untersucht werden.

„Wir warten aktuell auf den Zuwendungsbescheid für die FR-Regio-Förderung. Sobald der da ist, kann es losgehen“, sagt Steffi Raatzsch, Geschäftsführerin des Kommunalen Forums Südraum Leipzig. Geplant sei, entlang des so genannten Kurs 1a des Gewässerverbundes geeignete Standorte für wassertouristische Anlagen wie Stege, Umtragemöglichkeiten sowie Rast- und Biwakplätze zu finden und auszuweisen. Wasserwanderern soll das Überwinden von Hindernissen wie Wehren und Abstürzen erleichtert und sie auf attraktive touristische Ziele in der Umgebung mit Infotafeln aufmerksam gemacht werden.

Vorbild sind zwei Untersuchungen zur Parthe und Wyhra. „Unter Beteiligung der im Grünen Ring organisierten Anrainer wurden Ideen für Erlebniszonen an der Parthe gesammelt. Umgesetzt wurden sie letztlich nur in Leipzig“, berichtet Raatzsch. Das Wyhra-Projekt – geplant war im Norden die Anbindung an Hainer See und Lagune Kahnsdorf – habe gezeigt, dass es südlich von Borna kaum Möglichkeiten zum Bootfahren gibt. „Dennoch könnte die Erlebbarkeit verbessert werden, indem zum Beispiel Rad- und Wanderwege ans Ufer rücken“, so Raatzsch. Die Ideen für Kohren-Sahlis, Frohburg, Borna und Neukieritzsch seien von der Station C 23 in einem Maßnahmekatalog zusammengefasst worden. Umgesetzt wurde bislang indes nicht eine. „Über die Verbindung der beiden Leader-Regionen Südraum Leipzig und Land des roten Porphyr könnte dies aber noch passieren“, betont Raatzsch.

Bei der Weißen Elster soll nun alles schneller gehen. „Die Voraussetzungen sind hier viel besser. In Pegau wurde dank der Stadt und rühriger Vereine bereits 2014 eine Einstiegsstelle mit Ile-Fördermitteln gebaut. In kleinem Umfang gibt es sogar schon Wohnmobilstellplätze“, so Raatzsch. Oliver Schulze, der an der Leipziger Rennbahn einen Bootsverleih betreibt, biete ab Pegau regelmäßig geführte Paddeltouren an. Gefunden seien auch Ausflugsziele wie Schloss Wiederau und der Aussichtspunkt Zitzschen.

Bekannt sind aber auch die Herausforderungen: Da sind einmal die Hindernisse im Flusslauf – am Absetzbecken Kleindalzig, eine Schnelle bei Zitzschen und die drei Meter hohe Gefällestufe Hartmannsdorf –, aber auch die im Natura-2000-, Vogel- und Landschaftsschutzgebiet einzuhaltenden naturschutzrechtlichen Belange. Nutzbar soll für Paddler künftig auch der historische, durch den Tagebau Zwenkau gekappte Flusslauf der Weißen Elster durchs Eichholz sein.

Begleitet werde die Untersuchung in den nächsten Monaten durch eine projektbezogene AG, in der der Tourismusverein und Bootsverleiher mitarbeiten, so Raatzsch. Umgesetzt werden sollen die Maßnahmen ab 2017, finanziert über Leader auf Antrag der Kommunen.

ichen.

Von Ulrike Witt

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