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Markkleeberg Weißes Haus: Zweiter Spiegelsaal in der ersten Etage entdeckt
Region Markkleeberg Weißes Haus: Zweiter Spiegelsaal in der ersten Etage entdeckt
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14:00 19.05.2015
Noch ist von Glanz im zweiten Spiegelsaal nichts zu sehen: Thomas Dietrich bereitet einen Stahlträger für den Abtransport vor. Quelle: André Kempner

Von Baulärm und -dreck ist in keinem der drei Geschosse etwas zu sehen oder zu hören. Das Haus wirkt wie ein Museum.

"Der Eindruck täuscht, war aber von uns genau so gewollt", sagt Frank Müller vom Bereich Liegenschaften beim "Baustellentermin" sichtlich zufrieden. Um Trauungen im Weißen Haus nicht zu stören, werde weitgehend hinter verschlossenen Türen gearbeitet. Die Bauleute gelangten bis auf Ausnahmen übers Gerüst an der Seite ins Haus.

In der ersten Etage, die ausschließlich für die kulturelle Nutzung vorgesehen ist, entsteht der Spiegelsaal vom Erdgeschoss ein zweites Mal. Nicht ganz so pompös, mit weniger Stuck und Gold. "Hier waren nachträglich zwei Bäder eingebaut worden", erzählt Müller, "jetzt werden wir den Saal im Original mit Stuck und Parkett wiederherstellen." Die Räume sind bereits entkernt, Wannen, Waschtische und Toiletten ausgebaut. Und dann ist es plötzlich doch laut. "Die zwei Stahlträger, die zur statischen Verstärkung eingesetzt worden waren, werden zerlegt, um sie für den Abtransport vorzubereiten", erklärt Müller.

Eine Etage höher ist wieder Ruhe. "Hier kommen das Standesamt und das kostenfreie Pflichttrauzimmer rein, daneben Büroräume", erläutert der Fachmann. Die Ecke neben dem alten Treppenhaus sei, wie in allen Etagen, für den Sanitärbereich vorgesehen, gegenüber die Ecke für das von der Bauaufsicht geforderte zweite Treppenhaus samt Aufzug. "Am Aufzugschacht wird gearbeitet, Ende März soll der fertig sein", sagt Müller. Im Untergeschoss werde der barrierefreie Zugang angelegt. Und dort ist nun wirklich Baustellenatmosphäre.

Keine 200 Meter entfernt im ehemaligen Agra-Sozialtrakt ist gerade die Arbeitsberatung der Musik- und Kunstschule "Ottmar Gerster" zu Ende gegangen. In den Oktoberferien war Außenstellenleiterin Renate Pank mit etwa 300 Musikschülern vom Weißen Haus hierher umgezogen.

"Die Unterrichtsatmosphäre ist wesentlich entspannter. Eltern und Geschwister können jetzt mitkommen und im Aufenthaltsraum warten. Das war wegen der Brandschutzauflagen früher nicht möglich", sagt Pank. Vorteilhaft sei auch, dass sich alles auf einer Ebene abspiele. Zudem müsse keine Rücksicht auf Brautpaare genommen werden.

Etwa 130 000 Euro habe die Stadt in die Ertüchtigung des Gebäudes gesteckt, berichtet Müller. Aus Büros wurde wieder ein heller, freundlicher Saal mit Akustikdecke, Bühnenbeleuchtung und demnächst auch 100 Stühlen für Kulturveranstaltungen. Neu seien auch die Fußböden und die Elektrik.

Aber auch hier wird noch gearbeitet. Im Keller werden die Räume saniert und ein zweiter Rettungsweg eingebaut und damit ein neues Domizil für drei Vereine - Pro Agra-Park, die Narren des mcc und die Radfahrer - geschaffen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.01.2015
Ulrike Witt

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