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Markkleeberg Weißes Haus wird bis Ende April saniert
Region Markkleeberg Weißes Haus wird bis Ende April saniert
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14:12 19.05.2015
Das Weiße Haus im Agra-Park ist derzeit eine Baustelle. Quelle: André Kempner

Das Markkleeberger Postkartenmotiv schlechthin wird bis Ende April im Auftrag der Stadt teilsaniert.

"Von außen sieht man kaum etwas. Nur das Gerüst an der Nordseite weist daraufhin", sagt Anke Leske, Sachgebietsleiterin Liegenschaften. Dahinter werde seit Mitte November gearbeitet, die Ecke vom Keller bis hinauf zum zweiten Obergeschoss entkernt. Das Büro des Standesamtes, Sanitärbereiche und in den Achtzigerjahren eingezogene Zwischendecken kommen raus, ein zweites Treppenhaus rein. Ohne zweiten Rettungsweg hätte die Schließung des Weißen Hauses gedroht. Das Landratsamt hatte dies schon vor Jahren angekündigt. Und das hätte nicht nur das Aus für Hochzeiten, sondern auch für Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen im Agra-Park bedeutet.

Insgesamt 802 000 Euro fließen in den nächsten Monaten ins Weiße Haus. 352 000 Euro sind davon Fördermittel, 320 000 Euro stellt das sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kultur, 32 000 der Kulturraum Leipziger Raum zur Verfügung. Neben dem zweiten Rettungsweg werden, wie Bauleiterin Petra Männel erklärt, Kellerräume trocken gelegt und für eine kulturelle Nutzung - angedacht sind ein Jazzkeller und kulturhistorische Ausstellungen (die LVZ berichtete) - vorbereitet. Außerdem sollen die Terrasse saniert, eine behindertengerechte Rampe an der Nordseite angebaut, die Sanitäranlagen im zweiten Obergeschoss modernisiert und der Spiegelsaal klimatisiert werden. Letzteres dürfte Brautpaare, insbesondere die Männer erfreuen, die in voller Montur bislang im Sommer nicht nur wegen des Ja-Wortes ins Schwitzen gerieten.

"Im Zuge der Baumaßnahme werden auch die Voraussetzungen für den datentechnischen Anschluss ans Rathaus geschaffen", sagt Frank Müller, in der Stadtverwaltung für den Agra-Park zuständig. Denn das Standesamt, seit 11. November im Interim im Technischen Rathaus, Raschwitzer Straße 34a, ansässig, habe viele Verwaltungsaufgaben zu bewältigen, Hochzeiten seien nur ein Teil, eine schnelle Datenautobahn daher sinnvoll. Während das Standesamt spätestens Anfang Mai wieder ins Weiße Haus einziehen wird, hat die Musikschule "Ottmar Gerster" ein dauerhaftes Domizil im Agra-Kulturhaus, ehemals Agra-Sozialtrakt, gefunden. Die Musikschüler fühlten sich dort ausgesprochen wohl, weiß Leske zu berichten.

Wohlfühlen sollen sich auch die Paare, die sich trotz Baustelle im Weißen Haus trauen lassen. "Es ist alles staubdicht verpackt, die Bauleute gelangen nur über das Gerüst an der Nordseite ins Gebäude. Im Foyer merken die Gäste nichts", versichert Leske. Etliche Brautpaare haben dennoch abgesagt. "Da in der kalten Jahreszeit ohnehin weniger geheiratet wird, hält sich das aber in Grenzen", meint Leske.

Standesbeamtin Ilona Richter merkt die Auswirkungen der Baustelle am Hochzeitskalender, der bis Ende April übersichtlich sei. Bislang haben sich erst 92 Paare eintragen lassen, die meisten von Mai bis September. Frei sind vor allem noch unbeliebtere Termine am Freitagvormittag. Die Zahlen von 2013 und 2014, als es 294 beziehungsweise 274 Trauungen gab, wird das Standesamt baustellenbedingt wohl nicht erreichen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.12.2014
Ulrike Witt

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