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Wellenbrecher sollen Strandbad Markkleeberg-Ost retten

Leipziger Neuseenland Wellenbrecher sollen Strandbad Markkleeberg-Ost retten

Winterpause am Markkleeberger See – nicht für den Seebetreiber, die Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen EGW Wachau. Geschäftsführer Claus Mann bereitet mit seinem Team schon jetzt die nächste Saison vor.

Bis zu sechs Meter Ufer sind am Strandbad Markkleeberg-Ost in den vergangenen Jahren abgetragen worden. Jetzt investiert der Seebetreiber EGW mehr als 100 000 Euro in die Sicherung.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Winterpause am Markkleeberger See – nicht für den Seebetreiber, die Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen EGW Wachau. Geschäftsführer Claus Mann bereitet mit seinem Team schon jetzt die nächste Saison vor.

„Sofern es das Wetter zulässt, beginnen im Januar oder Februar die Böschungs- und Strandsicherungsmaßnahmen am Strandbad Markkleeberg-Ost“, erklärt Mann. Die Ausschreibung sei bereits abgeschlossen. „Buhnen sollen als Wellenbrecher in Ufernähe eingeschlagen und Sand aufgeschüttet werden, damit der Strand wieder breiter wird“, erläutert der EGW-Chef.

Das Problem: Seit dem Hochwasser 2013 führt der See zehn Zentimeter mehr Wasser als in den ursprünglichen Planungen des Tagebausanierers LMBV vorgesehen. Über die Kleine Pleiße kann der Überschuss nicht abgeleitet werden. Dazu kommt der Wellenschlag. „Der wurde lange unterschätzt“, weiß Mann. Die Folge sind Abtragungen und Anlagerungen an den Uferbereichen. Ausgerechnet das ohnehin kleine Strandbad Markkleeberg-Ost wird dadurch immer kleiner.

Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) hatte im Sommer schon den Stadtrat informiert, dass ohne Eingreifen der Stadttochter EGW, der Badebetrieb nicht dauerhaft in guter Qualität aufrecht erhalten werden könne. „Allein, dass das Strandbad kann nicht mehr maschinell gereinigt werden kann, erfordert mehr Personal und bedeutet höhere Kosten“, hatte Schütze deutlich gemacht.

Adressat war die LMBV. Das Bundesunternehmen hatte es abgelehnt, die Aufwendungen für die Strandsicherung zu übernehmen. Und der Tagebausanierer bleibt dabei: „Weitere Ufersicherungsmaßnahmen sind seitens der LMBV nicht geplant“, bestätigte gestern Sprecherin Jenny Findeisen. Das Unternehmen hatte Anfang 2014 einen 800 Meter langen Abschnitt am Nordostufer gesichert, später noch Wellenbrecher an der Auenhainer Böschung errichtet – beides auf Grundlage eines Wellengutachtens und einer „Variantenuntersuchung zur dauerhaften Ufersicherung mit minimalem Unterhaltungsaufwand“.

Das Wellengutachten war auch Grundlage für die Entscheidung des EGW-Aufsichtsrates im Sommer, selbst mehr als 100 000 Euro in die Sicherung des Strandbades Markkleeberg-Ost zu stecken. Bereits in den Vorjahren hatte die EGW mehrere Tausend in kleinere Maßnahmen investiert. Bis zum Saisonstart 2017 sollen außerdem das Kinderbecken instandgesetzt und Bäume als Schattenspender gepflanzt werden.

Rund 10 000 Euro sind bereits um die Ecke in das Buswartehäuschen an der Seepromenade Markkleeberg-Ost geflossen. „Nachdem das blau-weiße Segeltuch aus eigentlich unkaputtbarem Material in den letzten Jahren immer wieder zerstört und von uns dreimal ersetzt worden war, haben wir uns jetzt für eine Metallausführung mit Graffitischutz entschieden“, berichtet Mann. Wenn das Häuschen wieder beschädigt wird, wisse er auch nicht weiter, fügte der EGW-Chef hinzu. Der Vandalismus mache dem Seebetreiber schwer zu schaffen.

Von Ulrike Witt

Markkleeberger See 51.270303750995 12.394840638037
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