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Markkleeberg Wenig Wind – Zwenkauer See überrascht
Region Markkleeberg Wenig Wind – Zwenkauer See überrascht
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07:00 05.09.2017
In der größten deutschen Jugendbootsklasse gingen 40 Kinder mit ihren Optimisten an den Start. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Der Zwenkauer See ist für seinen kräftigen Westwind bekannt. Ausgerechnet bei den offenen Landesjugendmeisterschaften im Segeln am Wochenende wehte oft nur ein Lüftchen.

„Wir hatten maximal drei Windstärken. Am Samstag mussten wir den Start um zwei Stunden nach hinten verschieben. Nur mit Streckenänderungen konnten wir überhaupt einen fairen Wettkampf gewährleisten“, erklärte Jörg Zinn, Vorsitzender des Seglervereins Leipzig Süd-West, im Wettfahrtzentrum am Stadthafen. Mit dem Regattaclub und dem 1. Yachtclub Zwenkau sowie dem Cospudener Yacht Club haben die Leipziger die Meisterschaften ausgerichtet. Das Besondere: Die Titel in acht Jugendbootsklassen, darunter Optimist B, O’pen BIC, Laser Radial, Europe, 420er und 29er, wurden gleichzeitig ausgesegelt. Auf zwei Regattabahnen waren Samstag und Sonntag insgesamt 120 Boote unterwegs. Viele Segler waren mit ihren Familien und Trainern angereist. Übernachtet wurde oft in Wohnmobilen auf dem Parkplatz am Technischen Hafen.

„Der Wind war so eine Sache – mal hatten wir zu wenig, mal zu viel. Perfekt war es irgendwie nie“, meinte der neunjährige Konstantin vom Yachtclub Zwenkau. Sein Trainer Alexander Fraunholz war „zufrieden mit der Veranstaltung“. „Klar, es hätte ein bisschen mehr Wind sein können. Wir haben einfach das Beste draus gemacht“, meinte er. Für die Zwenkauer war die Teilnahme an den Landesmeisterschaften eine Premiere. „Unsere Kinder haben sich wacker geschlagen. Immerhin waren viele fast acht Stunden auf dem Wasser“, so Fraunholz. Für manche sei es die erste Regatta überhaupt gewesen.

„Sauzufrieden“ war Hausherr Andreas Schmidt, Geschäftsführer der Sächsischen Seebad Zwenkau. Er schwärmte vom Meer der weißen Segel. Nächstes Jahr werden die Meisterschaften wieder auf einem anderen See ausgetragen. „Meist sind wir auf Tagebaurestlöchern wie in Zwenkau“, erzählte Zinn. Mit diesen habe das Segeln immensen Zulauf im Freistaat erfahren. „Leider fehlen uns die Übungsleiter, sonst hätten wir noch viel mehr Kinder in den Vereinen“, so Zinn.

Von Ulrike Witt

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