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Markkleeberg Weniger Besucher beim Saisonauftakt im Kanupark
Region Markkleeberg Weniger Besucher beim Saisonauftakt im Kanupark
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07:00 09.05.2017
Das kühle Wetter schreckte die Kanuten beim XXL-Paddelfestival nicht, wohl aber die Schaulustigen. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Bei der fünften Auflage des XXL-Paddelfestivals im Kanupark war einiges anders: Mit dem Deutschen Kanu-Verband gab es einen neuen Veranstalter, der offensichtlich weniger Aussteller, weniger Paddler und weniger Schaulustige an den Markkleeberger See locken konnte. Nicht verändert hat sich die Atmosphäre, die war locker und entspannt wie immer – trotz grauer Wolken und kühler Temperaturen.

„Besuchertechnisch ist das Paddelfestival sicher ausbaufähig. Andererseits bin ich erfreut, dass die neu eingeführten Kanalgebühren die Paddler nicht generell abschrecken“, erklärte Kanu-Park-Manager und Mitveranstalter Christoph Kirsten. Er sieht sogar einen Vorteil: „Jetzt kommen die Wassersportler, die neues Material und neue Technik testen und Workshops besuchen wollen. Bislang kamen viele, die nur mal kostenlos paddeln wollten.“

Knapp 300 Kanuten und 2500 zahlende Gäste an drei Tagen – die Zahlen lagen am Ende deutlich unter denen der Vorjahre, als bis zu 800 Kanuten und 6000 Besucher zum Saisonauftakt kamen. Das unsichere Wetter und der übervolle Veranstaltungskalender in und um Leipzig machte Kirsten als Ursachen aus. Nichtsdestotrotz: Wer den Weg nach Auenhain fand, war zufrieden.

„Das Wildwasser ist tipp-topp. Deswegen fahren wir auch öfter mal für ein Wochenende nach Markkleeberg“, erklärte der 35-jährige Björn Jacob vom Unisportverein Jena. Sein Freund Wolfgang Bathe schwärmte: „Das Wasser ist einzigartig, warm und klar, besser als in den Alpen.“ Dass diesmal weniger Kanuten im Wildwasserkanal waren, störte beide nicht. „Im Gegenteil, das ist doch super. Da haben wir mehr Platz“, meinte Jacob. Allerdings suchte er unter den 25 Ausstellern einen vergeblich. „Schade, ich möchte ein Grönland-Boot, letztes Jahr war der Anbieter noch vor Ort.“

Für den Hamburger Timo Ness, 23 Jahre, war das XXL-Paddelfestival eine Premiere. „Mich reizt vor allem der Boater-Cross, aber ich will auch neues Material testen und eine Jacke kaufen“, verriet er. Einziger Kritikpunkt des Nordlichts: „Mir ist es noch zu voll auf dem Wasser. Das ist nervig.“ Gut besucht war definitiv der Campingplatz oben in Auenhain, wo Ness wie viele andere mit sechs Freunden in VW-Bussen und Zelten übernachtete.

„Ich bin absolut zufrieden, die Paddler sind interessiert, testen unsere Kajaks gern kostenlos und die Anlage ist super“, sagte Guido Stadermann vom Rosenheimer Ausrüster „Blue & White“. Er fachsimpelte gerade mit einer jungen Frau, die im Neopren-Anzug, bereit für die nächste Runde im Wildwasserkanal, in einem roten Kajak Platz nahm. Im Kanupark gebe es alles, was das Paddlerherz begehrt, lobte Stadermann. Ausbaufähig seien allerdings die Stellplätze und die Beschilderung. „Nach der Autobahn muss man als Ortsfremder ganz schön suchen“, meinte er.

Manager Christoph Kirsten hat derweil schon Pläne fürs nächste Jahr, überlegt die Veranstaltung wassersportlich auf breitere Füße zu stellen.

Von Ulrike Witt

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