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Markkleeberg Wie James Bond: Auf dem Störmthaler See können Besucher abheben
Region Markkleeberg Wie James Bond: Auf dem Störmthaler See können Besucher abheben
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16:54 20.03.2015
Jetlev-Flyer am Störmthaler See in Großpösna. Quelle: Andre Kempner

Ältere erinnern sich an den 1965 erschienen James-Bond-Film "Feuerball", in dem der britische Spezialagent mit Hilfe eines Raketenrucksacks abhebt. Jüngere haben die Wasserdüsen-Antriebe vielleicht mit sportlich bekleideten Mädchen im Fernsehen gesehen - wo Heidi Klum "Germany's Next Top Model" damit in Pro 7 eine gute Figur machen lassen wollte. So oder so - die Düsenantriebe auf dem Rücken sind angesagt.

Und eine heiße Sache, auch wenn das Wasser noch eiskalt ist: "Ein Super-Gefühl, wenn man mit den Füßen aus dem Wasser kommt und scheinbar über den See fliegt", erzählte gestern Andrew Scordilis. Der Südafrikaner mit griechischen Vorfahren und Wohnsitz Leipzig hatte am Vortag bei Jetlev-Instrukteur Michael Salley den feuchten Flug gelernt, wird künftig als Trainer den Seebesuchern zur Seite stehen, die auch mal mit der Wasserkraft auf dem Rücken über den See schweben wollen.

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Ganz billig wird das Vergnügen allerdings nicht. "150 Euro für eine Stunde", nannte Rüdiger Pusch vom Vineta-Betreiber Krystallpalast den Preis ab dem nächsten Wochenende. Grund: Die 120 Pferdestärken starke Ausführung des Jetlev mit einem Wasserdruck von drei bis vier bar kostet immerhin so viel wie ein guter Mittelklassewagen. In der Stundenmiete sei zudem eine vernünftige Einweisung, bei Bedarf Hilfeleistung mit einer Fernsteuerung und ein Neopren-Anzug als Schutz vor allzu kaltem Wasser enthalten, versprach Pusch.

Für ihn schließt sich mit dem Wasserzauber bald der Kreis. Andrew sei auch ein Artist, der häufig im Krystallpalast auftrete, erzählte er. "Wir wollen im nächsten Jahr mit ihm eine große Show hier auf dem See aufziehen", sagte er. Mit Laserlicht, allerlei Effekten, Musik und dann schon zwei Vineta-Flys werde das eine große Sache, hoffte er. "Und dann kommt auch endlich eine echte Verbindung zwischen dem Varieté in Leipzig und der Vineta hier auf dem See zustande", freute er sich auf die Artistik zu Wasser und in der Luft.

Das Sportgerät selber ist übrigens "Made in Germany", stammt von einer Firma aus Itzehoe. Die Motoren entsprächen der Euro-5-Abgasnorm, seien von den strengsten amerikanischen Behörden zugelassen, erzählte Salley. Die Geräte selber hätten in Deutschland eine Sportboot-Zulassung, erklärt Pusch. Er habe Anfang des Jahres den zuständigen Behörden in Dresden die entsprechenden Papiere zugesandt und hoffe "wie immer auf eine gute Zusammenarbeit". Eine Antwort habe er noch nicht.

Sportboote sind nach dem Entwurf der Landesdirektion für die Fertigstellung des Störmthaler Sees genehmigungsfrei. Verboten ist aber das Schleppen von Flugkörpern wie etwa Drachen und auch das Kite-Surfen. Spannend wird, wie die Ämter den Fall auslegen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.03.2015

Jörg ter Vehn

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