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Markkleeberg Wiebelitz löst Schütze ab
Region Markkleeberg Wiebelitz löst Schütze ab
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15:06 19.05.2015
Die neue Vereinsvorsitzende Brigitte Wiebelitz Quelle: André Kempner

"Der Vorsitz eines Bürgervereins kann nicht bei einem Oberbürgermeister liegen. In meinem neuen Amt habe ich ganz andere Möglichkeiten, die ich natürlich ausschöpfen werde, um das Projekt Tieferlegung der B 2 im Agra-Park in enger Zusammenarbeit mit der ganzen Region voranzutreiben", begründete Schütze gestern seinen Rückzug. Er sei sehr froh, dass mit Brigitte Wiebelitz eine sehr erfahrene und geachtete Persönlichkeit seine Nachfolge antrete. Dies zeige nicht zuletzt das einstimmige Votum der Mitgliederversammlung. "Natürlich werde ich auch in Zukunft alle Aktivitäten verfolgen und engen Kontakt mit dem Verein halten", versicherte er.

In seiner letzten Rede als Vereinsvorsitzender hatte Schütze noch einmal an die Sächsische Landesregierung appelliert: "Bei der aktuell laufenden Variantenuntersuchung müssen die Belange des Natur-, Lärm- und Denkmalschutzes endlich tiefgründig geprüft werden. Bisher ist das nicht geschehen." Des Weiteren forderte er die "Abkehr von der billigsten Lösung".

"Ein Brückenneubau ist aus unserer Sicht gar nicht genehmigungsfähig. Insofern stellt sich nicht die Frage nach einer Übernahme der Mehrkosten durch die Städte Leipzig und Markkleeberg", so Schütze. Vielmehr gehe es darum, jetzt die einmalige Möglichkeit der Wiedergutmachung eines DDR-Willküraktes und eines Bergbauschadens zu nutzen.

Als "Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit" sieht Schütze die 5000 Euro, mit denen die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig das Projekt "Leipziger Gartenprogramm/Agra-Park - Park des Jahres 2014" fördert. Wie Stiftungsdirektor Stephan Seeger miteilte, ist es eines von 13 Projekten im Südraum, die im nächsten Jahr mit insgesamt 57 000 Euro bedacht werden. 18 Anträge waren dieses Jahr bei der Sparkassenstiftung eingegangen.

Die 5000 Euro sollen laut Schütze helfen, eine ganze Reihe von Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, die von der Stiftung Bürger für Leipzig, dem Grünen Ring Leipzig, der Stadt Markkleeberg und dem Bürgerverein Pro Agra-Park organisiert werden. Angedacht sei unter anderem ein Rasenmäherkunstprojekt, bei dem quer zur B 2-Brücke symbolisch und unter Beachtung des Naturschutzes der Rasen als Sinnbild für die geplante Tieferlegung gekürzt wird. Zudem sollen ein Parkführer herausgegeben und das Parkfest zum Höhepunkt des Veranstaltungsjahres im Sommer werden.

"Noch vor Weihnachten werden wir uns zusammensetzen und uns über das Programm und die Termine verständigen", kündigte Schütze in seiner Funktion als Rathauschef an.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.12.2013
Ulrike Witt

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