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Markkleeberg Wilde Ponys für Störmthaler See
Region Markkleeberg Wilde Ponys für Störmthaler See
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15:10 19.05.2015
Koniks, die manche auch gern als Wildpferde bezeichnen, sollen am Störmthaler See helfen, die Landschaft offen zu halten und damit seltene Arten zu schützen. Quelle: dpa

Diese Woche gingen Naturschützer Harald Krug, ausgewiesener Experte für die Bergbaufolgelandschaften im Süden Leipzigs, und einer der Bley-Söhne das Terrain am See ab. Sie besprachen die Möglichkeiten, wo die Elektrozäune für die Tiere aufgestellt werden könnten, um die zwar noch karge, aber dennoch schon artenreiche Landschaft zu schützen. Raubwürger, Grünfinke, Goldammern, Mäusebussarde und mehr hat Krug dort schon ausgemacht, an einer alten Lehmlache nahe dem Ferienresort Lagovida sogar einen streng geschützten Eisvogel. Zur Erinnerung: Wegen der Brut dieser seltenen Vögel wurde im Sommer die Schifffahrt durch den Leipziger Auwald unterbrochen.

Etwa 30 Hektar Fläche am Störmthaler See möchte Heinz Bley aus Crawinkel künftig bewirtschaften. Eine Fläche liege zwischen der Deponie Cröbern und dem Rundweg, eine andere nahe der alten Lehmgrube bei Lagovida, erzählte er gestern. Mit der Gemeinde müsse noch endverhandelt werden, auch Details wie Strom für die Zäune und Wasser für die Pferde seien noch zu klären, sagte Bley. "Aber ich gehe davon aus, dass wir die Tiere im Frühjahr auf die Wiesen lassen."

Sein Konzept für den Artenschutz sei es, mehr Tiere in die Landschaft herauszubringen, damit dort natürliche Kreisläufe wieder in Gang kommen. Am Störmthaler See seien das wegen der kargen Kippenböden voraussichtlich vorerst nur etwa ein Dutzend der kleinen, genügsamen Pferde. Sie sollen den Bewuchs kurz und die Landschaft offen halten. Die Lebensbereiche geschützter Arten würden so erhalten, so Bley. Bei Großkayna und bei Deutzen hat der Thüringer Bley bereits ähnliche Projekte mit den Pferden. "Das ist beides nicht weit, daher liegt Störmthal günstig für mich", erläuterte er. Eine eigene angeschlossene Reitpension wie an seinem Stammsitz Crawinkel, wo Ausritte in die "Thürengeti" angeboten werden, plane er jedoch nicht.

Der Gemeinde Großpösna würde Bley mit seinen Pferden eine Last abnehmen. Denn bewirtschaftet werden sollen Flächen, die Großpösna als Ausgleich für Eingriffe in die Natur offen halten muss für geschützte Tierarten. Bauamtsleiter Detlef Richter wollte sich gestern wegen der ausstehenden Verhandlung aber nicht in die Karten schauen lassen. Mit den Tieren werde der Seerundweg sicher interessanter, meinte er nur.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.11.2013
Jörg ter Vehn

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