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Markkleeberg Wildwasserrafting in Markkleeberg kostet ab 2015 etwas mehr
Region Markkleeberg Wildwasserrafting in Markkleeberg kostet ab 2015 etwas mehr
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14:13 19.05.2015
Beliebt: Wildwasserrafting in Markkleeberg. Quelle: André Kempner

Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

"Preiserhöhungen sind nichts Schönes, aber nach Abschluss der achten Saison und einer konstant hohen Auslastung im Freizeitbereich ist eine Steigerung des Umsatzes nur über die Anpassung des Eintritts und der Leihgebühren möglich", erklärte Kanupark-Manager Christoph Kirsten. Zumal die Betriebskosten erheblich gestiegen seien. Allein der Strom seit 2011 um mehr als 20 Prozent, was bei einem jährlichen Verbrauch von zirka einer Million Kilowattstunden Mehrkosten von 40 000 Euro bedeute. Bemerkbar mache sich auch das Plus von 13 Prozent bei den Gehältern, was Mehraufwendungen von bis zu 20 000 Euro zur Folge habe, so Kirsten.

Ein immer größerer Posten werde auch der Unterhalt. Nach sieben Jahren müssten die Wildwasserstrecke regelmäßig ausgebessert, Terrassenbeläge erneuert und Wartungsarbeiten an Pumpen und Elektrotechnik vorgenommen werden. Mit dem Ersatz von Booten und Neoprenanzügen - bei zuletzt 23 150 aktiven Wassersportlern wird das Material enorm beansprucht - lägen die Kosten im unteren fünfstelligen Bereich. Kosten, die den Defizitbetrieb Kanupark und damit die Stadt belasten.

Fürs Wildwasserrafting zahlen Freizeitsportler künftig 41,50 Euro statt 38 Euro, fürs Power-Rafting 47 statt 43 Euro, fürs Nacht-Rafting 47 statt 45 Euro. "Die Erhöhung liegt unter zehn Prozent, ich denke, das ist vertretbar", sagte Kirsten. Außerdem gebe es Mengenrabatte. Kurz: Wer als Gruppe kommt, hat mehr Spaß und spart auch noch. Mit 19 Euro ab 30 Teilnehmern stabil bleibt der Preis beim sich wachsender Beliebtheit erfreuenden Schülerrafting und -tubing. "Wir sehen diese Angebote auch als Einstieg ins Wildwasser, die später Folgeumsätze bringen", sagte Kirsten.

FDP-Stadtrat Volker Matting hakte nach: "Was muss passieren, dass der Kanupark schwarze Zahlen schreibt?" An den Ausgaben könne nicht gedreht werden, nur an der Preisschraube, so Kirsten. "Die Ausgaben zu reduzieren, hieße Abstriche an der Qualität zu machen." Außerdem sollten die Stadträte nicht vergessen, dass der Kanupark ein wichtiger Werbeträger für Markkleeberg und die Region ist.

"Wir sind für alles, was den Kanupark wirtschaftlicher macht", betonte der Fraktionsvorsitzende der Linken, Dieter Bormann, und gab der Stadt quasi grünes Licht für weitere Preiserhöhungen. Kirsten schmunzelte: "Ich habe mir die olympische Wildwasserstrecke in London angeschaut. Dort nutzen pro Jahr 33 000 Freizeitsportler die Anlage und zahlen fürs Rafting 74 Euro. Nun ist Markkleeberg leider nicht London."

Könnte es aber (fast) werden, wenn Berlin die Olympischen Spiele 2024 ausrichtet und die Kanu-Weltelite in Auenhain um Edelmetall kämpft (die LVZ berichtete). "Drücken wir die Daumen. Immerhin haben wir nächstes Jahr schon die Europameisterschaften hier", meinte Rathauschef Karsten Schütze (SPD).

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.11.2014
Ulrike Witt

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