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Markkleeberg „Wir sind mit den Arbeiten sehr zufrieden“
Region Markkleeberg „Wir sind mit den Arbeiten sehr zufrieden“
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17:37 06.08.2012
Der Zwenkauer Bürgermeister Holger Schulz und Bauamtsleiterin Steffi Gebauer informieren sich in Tellschütz über den Stand der Arbeiten am Kanalsystem. Quelle: André Kempner
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Zwenkau

Und selbst als im Oktober vergangenen Jahres klar war, dass rund 150 000 Euro an Fördermitteln aus dem Topf der Integrierten ländlichen Entwicklung (Ile) fließen, mussten sich die Tellschützer weiter gedulden. Die Planungen wären noch nicht abgeschlossen, hieß es damals aus dem Rathaus. So manchem Hochwassergeschädigten fehlte dafür schlichtweg das Verständnis (die LVZ berichtete).

Nun kann in Tellschütz langsam aufgeatmet werden. Das Graben-Teich-System zur Aufnahme und Ableitung von Oberflächenwasser wird seit Mai auf rund 900 Metern instandgesetzt, erweitert und mit Rohren auf 320 Meter Länge insgesamt durchgängig gestaltet. Die Arbeiten erstrecken sich nach Angaben der Zwenkauer Bauamtsleiterin Steffi Gebauer über die Bereiche Am Ring, Am Anger, die Carsdorfer Straße, die Teiche in der Ortsmitte und an der Kirche sowie das Einlaufbauwerk in den Vorfluter Werbener Ableiter. Im Rahmen der bis Ende September dauernden Baumaßnahmen werden die Grabenquerschnitte und der Dorfteich vergrößert, der Kirchteich zurückgebaut und die Vorflutanbindung aktiviert.

Besonders auffällig ist die Veränderung am Dorfteich. Dieser wurde in den vergangenen Wochen entschlämmt, ausgebaggert, das Ufer mit Auelehm abgedichtet und naturnah befestigt und die Böschung im Einlaufbereich mit Steinen gesichert. Statt 600 Quadratmeter ist der Teich am Anger nun ganze 1000 Quadratmeter groß. Aber noch bleibt einiges zu tun: Bis zur Übergabe wird das Ufer mit Setz- und Stecklingen mit einem Stammumfang von maximal sechs Zentimetern begrünt, ins Wasser kommen verschiedene Teichpflanzen.

Andreas Zimmermann, der sich immer wieder für die Belange der Tellschützer stark gemacht hat, dankte in der jüngsten Ratssitzung der Stadtverwaltung im Namen seiner Nachbarn: „Wir sind mit den Arbeiten bis dato sehr zufrieden.“ Allerdings gebe es ein Riesenproblem mit dem Abwasser. Während 90 Prozent der Tellschützer einen zentralen Anschluss favorisierten, fördere der Freistaat Sachsen bis 2015 den Bau biologischer Kleinkläranlagen. Vier Familien haben bereits eine. Empfehlen kann Zimmermann die Investition indes nicht: „Ich habe auch eine errichtet und bekomme keine Genehmigung, weil das Grundwasser von unten drückt.“ Die Tellschützer Bürger fordern nun eine Neuordnung des Abwassersystems, konkret den Anschluss an das Netz des Abwasserzweckverbandes Weiße Elster. Zimmermann überreichte Bürgermeister Holger Schulz (CDU) im Ratssaal eine Unterschriftenliste. Ende August soll ein erstes Gespräch „im kleinen Kreis“ im Rathaus stattfinden.

Ulrike Witt

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