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Wohnen mal anders

Wohnen mal anders

Wer runde Formen liebt und gern die Übersicht behält, für den gibt es ganz neue Wohnmöglichkeiten in Markkleeberg. Das mit fast 50 Metern höchste Bauwerk der Stadt, der Wasserturm, wird umgebaut.

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Der Markkleeberger Wasserturm prägt die Stadtsilhouette. Jetzt wird das unter Denkmalschutz stehende Objekt umgebaut.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Bis Herbst 2014 entstehen in dem denkmalgeschützten Objekt vier Maisonettewohnungen.

Jahrelang dämmerte der Wasserturm im Dornröschenschlaf. 1904 mit verputztem Ziegelmauerwerk, Laterne und geschweifter Haube erbaut, sollte er die Wasserversorgung der enorm gewachsenen Bevölkerung sichern. Nach fast 100 Jahren hatte der Koloss ausgedient. Ende 2002 suchten die Kommunalen Wasserwerke Leipzig für diesen und weitere Wassertürme Käufer. Indes der neue Besitzer ließ das Gebäude ruhen. Erst mit einem weiteren Verkauf im vergangenen Jahr kam Schwung in die Sache. Seit Sommer ist der Wasserturm nun eingerüstet und weckt die Neugierde der Markkleeberger.

"Ins Erdgeschoss kommen Abstellräume und die Technik" erklärt der bauleitende Architekt Frank Thiele von der Leipziger Planungsgesellschaft TSP bei einem Baustellenrundgang. Die darüberliegenden acht Geschosse seien dem Wohnen vorbehalten. "Wir haben vier Maisonettewohnungen zwischen 130 und 150 Quadratmeter vorgesehen, die jeweils über eine innere Treppe verbunden sind", erläutert Thiele. Im unteren Bereich werden das Wohnzimmer und die Küche ineinander übergehen, im oberen Kinder- und Schlafzimmer sowie die Bäder angeordnet.

Um den Wasserturm alltags- und familienfreundlich zu gestalten, werde natürlich ein Aufzug installiert. Sollte der mal nicht funktionieren oder die Bewohner ihre Fitness trainieren wollen, gebe es aber auch noch ein Treppenhaus, ergänzt der planende Architekt Tobias Voigt vom gleichnamigen Leipziger Architekturbüro.

Voigt und Thiele bauen zum ersten Mal einen Wasserturm um. "Wir kennen auch kein vergleichbares Beispiel", sagt Voigt. Insofern sei das Objekt Reiz und Herausforderung in einem. So musste unter anderem eine Lösung für den Ausbau des alten, aus genietetem Stahlblech bestehenden Wassertank gefunden werden. Immerhin fasste der einst 370 Kubikmeter. "Jetzt wird er Stück für Stück auseinander geschweißt", berichtet Voigt.

Ein weiteres Problem - der Brandschutz: "Ohne zweiten Rettungsweg geht es nicht. Also mussten wir unsere Pläne an die Länge der Drehleiter der Markkleeberger Feuerwehr anpassen", so Voigt. Praktisch bedeutet das, dass die vier Eigentümer, übrigens alle aus Leipzig und Umgebung, auf den Ausbau des Daches verzichten müssen. Aktuell arbeiten die Bauleute auch noch um einen Mobilfunkmast herum, aber auch dieses Problem werde gelöst, so Thiele.

Dass das Projekt Wohnen im Wasserturm mit rund 1,3 Millionen Euro etwa um ein Drittel teurer, als von der Größe vergleichbare Sanierungsobjekte wird, ist nachvollziehbar. Schon das Gerüst koste ein Vielfaches. Froh sind Voigt und Thiele, dass sich der Denkmalschutz auf Zugeständnisse eingelassen hat. Für den Rundblick werden eine Reihe zusätzlicher Fenster eingebaut. Balkone seien indes ausgeschlossen. "Dafür haben die Mieter mit Sicherheit den schönsten Ausblick", meint Voigt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.10.2013
Ulrike Witt

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