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Yachtclub Zwenkau zieht es nach Markkleeberg

Yachtclub Zwenkau zieht es nach Markkleeberg

Alle warten auf den Frühling - ganz besonders der Nachwuchs des noch Heimatsee-losen Yachtclubs Zwenkau. Die zwölf Segler zwischen sieben und 14 Jahren wollen endlich ihr neues Interimsrevier, den Markkleeberger See erobern.

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Im vergangenen Sommer trainierten die Zwenkauer noch auf dem Hainer See.

Quelle: Privat

Zwenkau/Markkleeberg. In den letzten Sommern haben die Mädchen und Jungen auf dem Hainer See das Segel-Einmaleins gelernt. Nach Querelen mit dem Grundstückseigentümer mussten sich die Zwenkauer ein Jahr vor Freigabe ihres eigenen Sees noch einmal nach neuen Ufern umschauen.

"Wir sind glücklich, dass wir mit Claus Mann vom Seebetreiber EGW und All-on-Sea in Markkleeberg gute Partner und am Kanupark in Auenhain einen geeigneten Steg gefunden haben", sagt Vereinsvorsitzende Stefanie Kreusch. Mit Nachwuchstrainerin Yvonne Frauenholz fiebert sie schon der Eröffnung der Kanupark-Schleuse entgegen, die für den 13. April geplant war und wegen Dauerfrost auf Mitte Mai verschoben werden musste (die LVZ berichtete). "Unsere Kinder dürfen das Programm mitgestalten", erzählt Kreusch. Nun muss sich der Yachtclub, wie Hunderte andere Wassersportler auch, weiter in Geduld üben.

Dabei sind die jungen Segler nach dem langen Winter so richtig heiß auf Wind und Wasser. Seit Oktober haben sie Samstag für Samstag Vorfahrtsregeln, Seemannsknoten und Schwimmen trainiert, alles unterm Dach im Warmen. Jetzt wollen Elea, Arnold, Elmar und die anderen die Theorie umsetzen: Wenden und Halsen, Anluven, Abfallen, Fahren am Wind und natürlich auch das Kentern üben.

In Vereinsbesitz ist bislang ein Optimist. "Den konnten wir 2012 dank der Förderung durch den Landessportbund anschaffen", sagt Kreusch. Ein zweiter soll jetzt hinzukommen. Geplant ist zudem der Kauf zweier Secondhand-Jollen. "Leider werden nur neue Boote gefördert. Dabei gibt es auch gute Gebrauchte", sagt Kreusch. Immerhin koste ein neuer Optimist 1300 Euro, ein Regatta-tauglicher sogar 2500 Euro. "Mehrere Neue können wir uns als kleiner Verein gar nicht leisten", gesteht die Yachtclub-Vorsitzende.

Deshalb hat sie eine Idee: "Wir werden günstige Bausätze für Optimisten kaufen und die in den Wintermonaten mit Hilfe von Eltern und Großeltern zusammenbauen." Allerdings sei dies erst möglich, wenn der Yachtclub sein künftiges Domizil, eine alte Halle am Südufer des Zwenkauer Sees, saniert hat. Damit das generationenübergreifende Projekt nicht am Geld scheitert, bewerben sich die Zwenkauer beim Förderprogramm "Wir für hier" des Chemieriesen Dow.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.04.2013

Ulrike Witt

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