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ZVNL setzt auf behindertenfreundlichen Bus

ZVNL setzt auf behindertenfreundlichen Bus

Der neue, nicht-barrierefreie S-Bahn-Haltepunkt Großstädteln erhitzt weiter die Gemüter. Während die AG Barrierefreies Markkleeberg und der Seniorenbeirat eine Protestaktion planen, setzt der Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) auf den Bus.

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Am Bahnhof Markkleeberg gibt es einen modernen Aufzug. Die Großstädtelner sollen hier vom Bus auf die Bahn umsteigen.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Am 20. Dezember wollen sich die Kritiker von 10 bis 10.30 Uhr in der Zöbigkerstraße treffen, um der DB AG zu zeigen, was sie vom zugemauerten Schacht und 30 steilen Treppenstufen halten. "Menschen mit Gehbehinderung, Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen - ihnen allen bleibt der Zugang zum neuen S-Bahn-Netz verwehrt, wenn die Bahn nicht einlenkt", heißt es einem Aufruf. Wie berichtet, verweist die DB AG auf den Grenzwert von täglich 1000 Ein- und Ausstiegen. Erst dann sei der Einbau eines Aufzuges gerechtfertigt. Die letzte Zählung hatte gerade mal 300 in Großstädteln ergeben. Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) sprach vergangene Woche bei der Informationsveranstaltung zum mitteldeutschen S-Bahn-Netz von einem "Schildbürgerstreich".

Differenzierter sieht Bernd Irrgang vom Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL), der die Verkehrsleistungen auf der Schiene bestellt, die Sache. "Die Großstädtelner haben doch anders, als viele andere Alternativen. Sowohl der Bahnhof Markkleeberg, als auch der neue Haltepunkt Nord sind mit Aufzügen ausgestattet. Wenn wir es schaffen, die Bushaltestellen in Großstädteln behindertengerecht umzubauen, könnten wir das Problem zeitnah, das heißt 2014 lösen." Betroffene könnten dann am Bahnhof vom Bus in die Bahn umsteigen. Das Busunternehmen PVM, das zum 15. Dezember die Linien 100 und 107 übernimmt, und die Stadt würden die Idee unterstützen, betont Irrgang, der beim ZVNL für Projektmanagement und Infrastruktur zuständig ist.

Dass der ZVNL nach dem Bestellerprinzip die Nachrüstung und den Betrieb zahlt, was die DB übrigens angeboten habe, lehnt Irrgang ab. "Die Bahn versucht sich als Monopolist aus ihren Aufgaben herauszumogeln. Wir sollen alles zahlen, haben aber keinen Einfluss. Das ist mit uns nicht zu machen." Außerdem sei es allein dem Drängen von ZVNL, Landkreis und Stadt zu verdanken, dass überhaupt ein Aufzugschacht angelegt wurde.

"Ehrlich gesagt, so eine Anlage muss sich wirklich rechnen. Es ist ja nicht nur die einmalige Investition von 200 000 Euro, hinzukommen jährlich je nach Vandalismus zwischen 20 000 und 40 000 Euro Betriebskosten", erläutert Irrgang. Ein Aufzug müsse beispielsweise rund um die Uhr mit einer Notrufzentrale verbunden sein und im Winter beheizt werden. "Um so eine Investition zu rechtfertigen, muss man bei der 2014 geplanten Fahrgastzählung mindestens auf 1000 Leute kommen", meint Irrgang.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.12.2013
Ulrike Witt

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