Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg ZVNL setzt auf behindertenfreundlichen Bus
Region Markkleeberg ZVNL setzt auf behindertenfreundlichen Bus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:05 19.05.2015
Am Bahnhof Markkleeberg gibt es einen modernen Aufzug. Die Großstädtelner sollen hier vom Bus auf die Bahn umsteigen. Quelle: André Kempner

Am 20. Dezember wollen sich die Kritiker von 10 bis 10.30 Uhr in der Zöbigkerstraße treffen, um der DB AG zu zeigen, was sie vom zugemauerten Schacht und 30 steilen Treppenstufen halten. "Menschen mit Gehbehinderung, Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen - ihnen allen bleibt der Zugang zum neuen S-Bahn-Netz verwehrt, wenn die Bahn nicht einlenkt", heißt es einem Aufruf. Wie berichtet, verweist die DB AG auf den Grenzwert von täglich 1000 Ein- und Ausstiegen. Erst dann sei der Einbau eines Aufzuges gerechtfertigt. Die letzte Zählung hatte gerade mal 300 in Großstädteln ergeben. Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) sprach vergangene Woche bei der Informationsveranstaltung zum mitteldeutschen S-Bahn-Netz von einem "Schildbürgerstreich".

Differenzierter sieht Bernd Irrgang vom Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL), der die Verkehrsleistungen auf der Schiene bestellt, die Sache. "Die Großstädtelner haben doch anders, als viele andere Alternativen. Sowohl der Bahnhof Markkleeberg, als auch der neue Haltepunkt Nord sind mit Aufzügen ausgestattet. Wenn wir es schaffen, die Bushaltestellen in Großstädteln behindertengerecht umzubauen, könnten wir das Problem zeitnah, das heißt 2014 lösen." Betroffene könnten dann am Bahnhof vom Bus in die Bahn umsteigen. Das Busunternehmen PVM, das zum 15. Dezember die Linien 100 und 107 übernimmt, und die Stadt würden die Idee unterstützen, betont Irrgang, der beim ZVNL für Projektmanagement und Infrastruktur zuständig ist.

Dass der ZVNL nach dem Bestellerprinzip die Nachrüstung und den Betrieb zahlt, was die DB übrigens angeboten habe, lehnt Irrgang ab. "Die Bahn versucht sich als Monopolist aus ihren Aufgaben herauszumogeln. Wir sollen alles zahlen, haben aber keinen Einfluss. Das ist mit uns nicht zu machen." Außerdem sei es allein dem Drängen von ZVNL, Landkreis und Stadt zu verdanken, dass überhaupt ein Aufzugschacht angelegt wurde.

"Ehrlich gesagt, so eine Anlage muss sich wirklich rechnen. Es ist ja nicht nur die einmalige Investition von 200 000 Euro, hinzukommen jährlich je nach Vandalismus zwischen 20 000 und 40 000 Euro Betriebskosten", erläutert Irrgang. Ein Aufzug müsse beispielsweise rund um die Uhr mit einer Notrufzentrale verbunden sein und im Winter beheizt werden. "Um so eine Investition zu rechtfertigen, muss man bei der 2014 geplanten Fahrgastzählung mindestens auf 1000 Leute kommen", meint Irrgang.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.12.2013
Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Adventskalender versüßen das Warten. Dabei muss es nicht immer Schokolade sein, die hinter den Türchen wartet, wie Zwenkau mit seinem ersten lebendigen Adventskalender zeigt.

19.05.2015

Klein aber fein lautete gestern das Motto des Adventsmarktes am Kees´schen Park in Markkleeberg. Schon kurz nach Elf drängten sich die ersten Besucher, viele kamen gleich nach dem Gottesdienst aus der benachbarten Martin-Luther-Kirche, um zu schauen, zu probieren und um in Familie oder mit Freunden zu genießen.

19.05.2015

Traditionell wird am Donnerstag vor dem ersten Advent in der Grundschule Markkleeberg-Mitte auf allen Etagen gebastelt. Nudelengel, Fensterbilder, Nikolaussäckchen, Weihnachtskarten - auch diesmal hatten sich die Lehrer und Erzieher etwas einfallen lassen, um die 170 Erst- bis Viertklässler kreativ auf die Adventszeit einzustimmen.

19.05.2015
Anzeige