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Zahl der Straftaten in Zwenkau stark rückläufig

Zahl der Straftaten in Zwenkau stark rückläufig

Gefühl und Statistik sind zwei Paar Schuhe. Das ist das Fazit des Sicherheitsforums im Kulturkino Zwenkau, zu dem Bürgermeisterkandidat Harald Redepenning und Uwe Penz (Freie Wähler) eingeladen hatten.

Zwenkau. Im Podium saßen Ministerin Petra Köpping (SPD), Torsten Schultze, stellvertretender Polizeipräsident von Leipzig, und Raimon Berthold, Chef der Sicherheitsfirma ASB. Erstaunlich: Obwohl das Thema in aller Munde scheint, nutzten nur etwa 40 Zwenkauer die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu bekommen.

"Die Polizeipräsenz ist seit der Reform 2013 zurückgegangen, unser Posten im Rathaus am Wochenende nicht besetzt und nächstes Jahr wird der See freigegeben. Wir machen uns Sorgen", erklärte Stadtrat Penz. Sorgen, die Schultze nicht teilt. "Zwenkau gehört zum Revier Borna, das mit der Übernahme von Großpösna und Zwenkau um 45 Kollegen aufgestockt wurde. Vor Ort sitzen drei Bürgerpolizisten, einer ist allein für Zwenkau zuständig. Ich denke, wir sind gut aufgestellt", betonte er.

Die Statistik untermauert diese Aussage. "Die Zahl der Straftaten ist in Zwenkau gegen den sachsenweiten Trend von 666 in 2012 auf 542 in 2013 gesunken, den niedrigsten Wert im Kreis. Und 2014 werden wir noch deutlich darunter liegen", prophezeite der Polizeidirektor und machte dies an den Wohnungseinbrüchen fest. Seien 2013 noch elf derartige Delikte aufgenommen worden, waren es 2014 bislang nur drei. Zahlen, die für Staunen sorgten.

"Unser Gefühl sagt etwas anderes. Wir hören von vielen, dass sie Einbrüche und Diebstähle gar nicht mehr melden, weil sowieso nichts passiert. "Der Bürgerpolizist kommt vor lauter Bürokratie nicht vor die Tür", kritisierte Heike Oehlert, Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, deren Pflegedienst schon von Dieben heimgesucht wurde. Schultze warnte: "Straftaten nicht zu melden, ist der falsche Weg. Wir müssen wissen, wo was passiert, um die Täter finden zu können." Friedhelm Schutt fragte denn auch gleich nach der Aufklärungsquote. Laut Schultze liegt die insgesamt bei 46 Prozent, bei Einbrüchen um 28 Prozent.

Während Berthold empfahl, "in ordentliche Sicherheitstechnik" zu investieren, reklamierte Köpping den per Koalitionsvertrag verhinderten Abbau von weiteren 800 Polizeistellen als SPD-Erfolg. Zudem werde eine Evaluierung endlich den wahren Bedarf zeigen.

Übrigens: Kaum war die Polizei aus dem Haus, brachen Unbekannte in den im Kulturkino ansässigen Jugendklub ein und entwendeten Elektrotechnik.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.11.2014
Ulrike Witt

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