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Markkleeberg "Zahlen zwingen uns zu schnellem Handeln"
Region Markkleeberg "Zahlen zwingen uns zu schnellem Handeln"
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14:06 19.05.2015
An der Ecke Sonnenweg/Schmiedestraße soll im neuen Zöbigker Wohngebiet die neue Kita gebaut werden. Quelle: André Kempner

Die Betreuungsplätze - aktuell 330 im Krippen- und 835 im Kindergartenbereich - werden schon wieder knapp. Das ist das Ergebnis des neuen Kita-Bedarfsplanes, den der Stadtrat am Mittwochabend im Großen Lindensaal verabschiedet hat.

"Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz hat uns einen Riesensprung beschert. Haben 2002/03 noch 53 Prozent der Eltern ihre Unter-Dreijährigen in die Kita geben wollen, müssen wir jetzt von 90 Prozent ausgehen", erklärte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD). Hinzu kommt: Die Große Kreisstadt ist weiter Zuzugsgebiet, besonders junge Familien wollen gern zwischen Cospudener und Markkleeberger See leben. Außerdem läuft die Betriebserlaubnis für die DRK-Kita "Purzelbaum" in der Hauptstraße Ende 2017 aus.

Fazit: Der eigentlich erst für 2017/18 geplante Neubau der Kita "Sonnenweg" am Caritas Kinder- und Jugenddorf in Zöbigker muss mindestens ein Jahr vorgezogen werden. "Die neuesten Zahlen zwingen uns zu schnellem Handeln. Um den Bedarf decken zu können, brauchen wir die Kita schon 2016/17", machte Schütze den Stadträten auch angesichts des jüngsten Leipziger Gerichtsurteils klar (die LVZ berichtete). Denn ein längerer Engpass könnte die Große Kreisstadt teuer zu stehen kommen. Wie aus dem für den Zeitraum September 2015 bis August 2018 vorliegenden Bedarfsplan hervorgeht, besuchten zum Stichtag 30. Juni 2014 89 Prozent der Mädchen und Jungen im Kindergartenalter und 80 Prozent der Markkleeberger im Krippenalter eine Kita.

"Wenn ich mir den Bedarfsplan so anschaue, fehlen doch aber schon vorher Betreuungsplätze. Wie sollen die ausgeglichen werden?", wollte Diane Apitz von den Grünen wissen. Während die im Sozialamt für Kitas zuständige Sachbearbeiterin Silke Kepper meinte, "das kann ich Ihnen noch nicht sagen, wir prüfen jeden Einzelfall", versicherte der Rathauschef: "Wir befassen uns intensiv mit dem Thema, loten derzeit alle Möglichkeiten aus." Dazu gehöre auch, kurzfristig zusätzliche Kindertagespflegestellen zu schaffen. Wobei dies vor allem räumlich eine Herausforderung sei.

FDP-Stadtrat Volker Matting interessierte sich für die Hortplätze, denn auch in diesem Bereich wird es zumindest in Markkleeberg-Mitte eng. "Das ist kein Problem", sagte Kepper, "im Hort am Lindenplatz haben wir sehr gute Bedingungen. In Absprache mit dem Landesjugendamt können die Kapazitäten dort ausgebaut werden. Entsprechende Flächen sind vorhanden und keine größeren Investitionen in den Aus- und Umbau notwendig."

Am Ende wurde der Kita-Bedarfsplan bei drei Enthaltungen einstimmig beschlossen. Das komplizierte Zahlenwerk geht jetzt an das Jugendamt in Borna und wird in den Kita-Bedarfsplan des Landkreises Leipzig eingearbeitet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.02.2015
Ulrike Witt

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