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Markkleeberg Zeitfahrmeister Badr Mirza aus den Vereinigten Arabischen Emiraten trainiert in Zwenkau
Region Markkleeberg Zeitfahrmeister Badr Mirza aus den Vereinigten Arabischen Emiraten trainiert in Zwenkau
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12:44 08.08.2016
Daumen hoch: Ex-Weltmeister Andreas Petermann (rechts) feuert seinen Schützling Badr Mirza beim Training in Zwenkau an. Quelle: Gislinde Redepenning
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Zwenkau

Der beste Radrennfahrer der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) weilt derzeit bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, der Zweitbeste trainiert in Zwenkau. Yousef Mirza (29) heißt der Olympionike aus Dubai, sein Bruder Badr (33) erkundet die Trainingsstrecken im Leipziger Neuseenland.

„Normalerweise trainieren wir zusammen im Team des Al Nasr-Clubs in Dubai“, erzählt Badr, VAE-Meister im Zeitfahren, der für drei Wochen im Hotel Seehof Station bezogen hat. „Aber da mein Bruder sich für Rio qualifiziert hat und es zu Hause bei Temperaturen deutlich über 40 Grad zu heiß zum Radfahren ist, habe ich Andreas Petermann gebeten, ein Trainingscamp für mich zu organisieren.“ Das hat der Zwenkauer, Friedensfahrer und Weltmeister von 1979, 2006/2007 Nationaltrainer in den VAE, gerne in die Hand genommen. „Badr war damals mein bester Rennfahrer“, lobt Petermann. „Er bringt vom Talent bis zur Einstellung und Disziplin alles mit, was sich ein Trainer von einem Hochleistungssportler wünscht.“

Badr und Yousef profitierten damals von Petermanns Erfahrungen. „Bevor er kam, hatte Radsport keinen hohen Stellenwert“, erinnert er sich. „Andreas hat mit uns den Leistungssportgedanken entwickelt und uns beigebracht, wie man sich sehr gut auf Ziele vorbereitet.“ Die Resultate seitdem sprechen für sich, die Zahl der Rennfahrer ist mit den guten Ergebnissen über die Jahre gewachsen.

Den Kontakt haben die Sportler und der ehemalige Trainer nie verloren. „Ich vertraue ihm und bin sicher, dass ich in drei Wochen bei der Tour von Mauritius mit unserer Nationalmannschaft in Bestform an den Start gehe“, erklärt Mirza.

Wettkämpfe absolviert er auf der Radrennbahn in Leipzig und bei Kriterien in Hartmannsdorf, Alttröglitz und Dölzig. Wenn er heute in Lützschena seine Runden dreht, tritt sein Bruder beim Straßenrennen in Rio in die Pedale. Das Training absolviert der Dubaier im Kreis der Leipziger Rennfahrer, allen voran Toni Franz aus Neukieritzsch, eines der größten Talente im Umkreis vom P & S Team Thüringen. Der ehrgeizige Neunzehnjährige will einmal sein Geld im Radsport verdienen. „Es macht Spaß, jemanden kennenzulernen, der unter ganz anderen Bedingungen trainiert als wir“, findet er. „Und ganz nebenbei kann ich meine Englisch-Sprachkenntnisse aufmöbeln.“

Mirza jedenfalls glaubt nach den ersten gemeinsamen Kilometern fest daran, dass Franz den Sprung in ein Profiteam schaffen kann: „Er fährt sehr stark, er kann auch bei den nächsten Olympischen Spielen dabei sein.“

Von Gislinde Redepenning

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