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Zentraldeponie Cröbern soll in die Höhe statt in die Breite wachsen

Abfallentsorgung Zentraldeponie Cröbern soll in die Höhe statt in die Breite wachsen

Bernd Beyer, Geschäftsführer der Westsächsischen Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (WEV), warb am Montagabend zu Beginn der Gemeinderatssitzung in Großpösna für eine neue Entwicklung der Zentraldeponie Cröbern. „Kompakte Kubatur“ heißt die Maxime. Unter Einsparung von Flächen soll künftig maßvoll höher gebaut werden.

An der Deponie Cröbern wird derzeit bereits ein neues Ablagefeld vorbereitet.

Quelle: André Kempner

Grosspösna. Bernd Beyer, Geschäftsführer der Westsächsischen Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (WEV), warb am Montagabend zu Beginn der Gemeinderatssitzung in Großpösna für eine neue Entwicklung der Zentraldeponie Cröbern. „Kompakte Kubatur“ heißt die Maxime. Unter Einsparung von Flächen soll künftig maßvoll höher gebaut werden.

Die brisante Entscheidung lockte nicht alltägliche Gäste. Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) begrüßte drei ihrer Amtskollegen aus umliegenden Kommunen: Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD), Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt sowie Röthas Stadtoberhaupt Stephan Eichhorn (beide parteilos) nahmen in den Reihen der Zuhörer Platz.

„Die Deponie Cröbern ist eine der teuersten, aber auch eine der sichersten im ganzen Land. Wir haben seit der Genehmigung 1995 mehr als 20 Jahre Erfahrungen sammeln können. Das eröffnet uns die Chance, unsere Planungen zu überdenken“, erklärte Beyer im Ratssaal. Man wolle die Ablagerungsfläche verkleinern, von den ursprünglich bewilligten 48,8 auf rund 42,3 Hektar. Das sei bei gleichem Volumen – 12,8 Millionen Kubikmeter sind bis zum Jahr 2035 erlaubt - wirtschaftlicher.

Derzeit sind rund 36,5 Hektar in Betrieb genommen worden (die LVZ berichtete). 6,5 Hektar weniger, die nicht aufwendig abgedichtet werden müssen, bringen deutliche Einsparungen. Allein 50 000 voll mit Baustoffen beladene LKW weniger müssten anrollen.

Das Sicherheitsniveau bleibe hoch, die Umweltverträglichkeit werde verbessert, die Immissionen würden sogar verringert, versprach Beyer. „Technisch können wir die kompaktere Kubatur problemlos umsetzen.“ Die Standsicherheit bleibe uneingeschränkt gewährleistet. Geotechnische Messsysteme überwachten mögliche Veränderungen.

Die Außenflächen des um 17 Meter höheren Berges, avisiert sind 196 Meter über Normalnull, werden steiler. Die Neigungswinkel beim deponierten Hausmüll bleiben bei 14 Grad. Die Neigung bei festeren Abfallprodukten, wie sie nach der im Abfallgesetz von 2005 vorgeschriebenen mechanisch–biologischen Behandlung anfallen, sollen dann 18 Grad betragen. Zum Vergleich: Die Halde Trages erhebt sich mit Böschungswinkeln zwischen 20 und 35 Grad auf 231 Meter. Vorprüfungen zur Umweltverträglichkeit seien bereits in Arbeit, so Beyer. Das Genehmigungsverfahren könne im Herbst beginnen.

Der WEV-Chef präsentierte die Auswirkungen auf das Landschaftsbild nicht nur in Zahlen, sondern auch in Skizzen und fiktiven Bildern. „Das Projekt betrifft bei einer Nutzung bis zum Jahr 2035 mehrere Generationen“, führte Beyer aus. „Schon jetzt wird Geld für die Zeit danach zurückgestellt. Die Nachsorgeplanungen laufen bis zum Jahr 2070.“ Das sei lange hin, dennoch solle man sich schon jetzt konzeptionelle Gedanken machen.

Ob später auf der Kombinationsabdichtung aus Ton, Folie und Boden Rodelhang, Skisprungschanze, Photovoltaikanlage zur Energienutzung oder Kunstwerke entstehen, die Bürgervertreter sich für Freizeit, Sport, Spiel oder Kultur entscheiden, einzeln oder in Kombination, werde durch den größeren Berg nicht beeinträchtigt. „Im Gegenteil, je höher, desto besser, das gilt nicht nur für die Aussicht“, pries Beyer, der in den nächsten Wochen ein gefragter Mann ist, das Projekt an. Die anwesenden Rathauschefs haben ihn bereits zu ihren Stadtratssitzungen eingeladen.

Interessenten seien jederzeit willkommen, sich die Deponie anzusehen, so Beyer. Sie können sich über die Homepage www.wev-sachsen.de anmelden.

Von Ulrike Witt

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