Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Schneeregen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Zentraldeponie Cröbern soll in die Höhe statt in die Breite wachsen

Abfallentsorgung Zentraldeponie Cröbern soll in die Höhe statt in die Breite wachsen

Bernd Beyer, Geschäftsführer der Westsächsischen Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (WEV), warb am Montagabend zu Beginn der Gemeinderatssitzung in Großpösna für eine neue Entwicklung der Zentraldeponie Cröbern. „Kompakte Kubatur“ heißt die Maxime. Unter Einsparung von Flächen soll künftig maßvoll höher gebaut werden.

An der Deponie Cröbern wird derzeit bereits ein neues Ablagefeld vorbereitet.

Quelle: André Kempner

Grosspösna. Bernd Beyer, Geschäftsführer der Westsächsischen Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (WEV), warb am Montagabend zu Beginn der Gemeinderatssitzung in Großpösna für eine neue Entwicklung der Zentraldeponie Cröbern. „Kompakte Kubatur“ heißt die Maxime. Unter Einsparung von Flächen soll künftig maßvoll höher gebaut werden.

Die brisante Entscheidung lockte nicht alltägliche Gäste. Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) begrüßte drei ihrer Amtskollegen aus umliegenden Kommunen: Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD), Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt sowie Röthas Stadtoberhaupt Stephan Eichhorn (beide parteilos) nahmen in den Reihen der Zuhörer Platz.

„Die Deponie Cröbern ist eine der teuersten, aber auch eine der sichersten im ganzen Land. Wir haben seit der Genehmigung 1995 mehr als 20 Jahre Erfahrungen sammeln können. Das eröffnet uns die Chance, unsere Planungen zu überdenken“, erklärte Beyer im Ratssaal. Man wolle die Ablagerungsfläche verkleinern, von den ursprünglich bewilligten 48,8 auf rund 42,3 Hektar. Das sei bei gleichem Volumen – 12,8 Millionen Kubikmeter sind bis zum Jahr 2035 erlaubt - wirtschaftlicher.

Derzeit sind rund 36,5 Hektar in Betrieb genommen worden (die LVZ berichtete). 6,5 Hektar weniger, die nicht aufwendig abgedichtet werden müssen, bringen deutliche Einsparungen. Allein 50 000 voll mit Baustoffen beladene LKW weniger müssten anrollen.

Das Sicherheitsniveau bleibe hoch, die Umweltverträglichkeit werde verbessert, die Immissionen würden sogar verringert, versprach Beyer. „Technisch können wir die kompaktere Kubatur problemlos umsetzen.“ Die Standsicherheit bleibe uneingeschränkt gewährleistet. Geotechnische Messsysteme überwachten mögliche Veränderungen.

Die Außenflächen des um 17 Meter höheren Berges, avisiert sind 196 Meter über Normalnull, werden steiler. Die Neigungswinkel beim deponierten Hausmüll bleiben bei 14 Grad. Die Neigung bei festeren Abfallprodukten, wie sie nach der im Abfallgesetz von 2005 vorgeschriebenen mechanisch–biologischen Behandlung anfallen, sollen dann 18 Grad betragen. Zum Vergleich: Die Halde Trages erhebt sich mit Böschungswinkeln zwischen 20 und 35 Grad auf 231 Meter. Vorprüfungen zur Umweltverträglichkeit seien bereits in Arbeit, so Beyer. Das Genehmigungsverfahren könne im Herbst beginnen.

Der WEV-Chef präsentierte die Auswirkungen auf das Landschaftsbild nicht nur in Zahlen, sondern auch in Skizzen und fiktiven Bildern. „Das Projekt betrifft bei einer Nutzung bis zum Jahr 2035 mehrere Generationen“, führte Beyer aus. „Schon jetzt wird Geld für die Zeit danach zurückgestellt. Die Nachsorgeplanungen laufen bis zum Jahr 2070.“ Das sei lange hin, dennoch solle man sich schon jetzt konzeptionelle Gedanken machen.

Ob später auf der Kombinationsabdichtung aus Ton, Folie und Boden Rodelhang, Skisprungschanze, Photovoltaikanlage zur Energienutzung oder Kunstwerke entstehen, die Bürgervertreter sich für Freizeit, Sport, Spiel oder Kultur entscheiden, einzeln oder in Kombination, werde durch den größeren Berg nicht beeinträchtigt. „Im Gegenteil, je höher, desto besser, das gilt nicht nur für die Aussicht“, pries Beyer, der in den nächsten Wochen ein gefragter Mann ist, das Projekt an. Die anwesenden Rathauschefs haben ihn bereits zu ihren Stadtratssitzungen eingeladen.

Interessenten seien jederzeit willkommen, sich die Deponie anzusehen, so Beyer. Sie können sich über die Homepage www.wev-sachsen.de anmelden.

Von Ulrike Witt

Großpösna 51.237345089964 12.432829780957
Großpösna
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Markkleeberg
Markkleeberg in Zahlen

Bundesland: Sachsen

Landkreis: Leipzig

Fläche: 31,36 km²

Einwohner: 24.240 Einwohner (Dezember 2015)

Bevölkerungsdichte: 773 Einwohner/km²

Postleitzahl: 04416

Ortsvorwahlen: 034297, 034299, 0341

Stadtverwaltung: Rathausplatz 1, 04416 Markkleeberg

Ein Spaziergang durch die Region Markkleeberg
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Willkommen an Bord: Am 22. Oktober 2017 luden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse ein. Hier gibt es einen Rückblick. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2018
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 14. LVZ-Fahrradfest lädt am 29. April 2018 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos zum Event finden Sie in unserem Sp... mehr

  • VDE 8 - Alle Infos und Fakten

    Am 10. Dezember eröffnete Deutschlands größte Bahnbaustelle, das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 - hier gibt es Infos, Hintergründe und Foto... mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

21.01.2018 - 19:01 Uhr

Das Testspiel an der Pleiße endete 3:3 Unentschieden.

mehr