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Markkleeberg Zirkusreifer Handstand in Störmthal
Region Markkleeberg Zirkusreifer Handstand in Störmthal
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08:00 20.09.2012
Wie angetackert: Waschbären sind gute Kletterer. Dieses Tier versucht in Störmthal aber nicht etwa ein Kunststück auf einem Zaun, sondern hat eine Schutzhaltung eingenommen. Quelle: Udo Rämmler
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Das Tier sprang auf einen Zaun, stützte sich mit den Vorderpfoten auf dem Metall ab und mit den Hinterbeinen an der Mauer. „Mit lautem Fauchen hielt es den Hund auf Distanz“, erzählte Udo Rämmler. Er fotografierte die Szene vom Nachbargrundstück aus. Als keine Gefahr mehr drohte, habe der Waschbär den Zaun verlassen, sei verschwunden.

Die Störmthaler Jagdszene ist durchaus typisch. Durch seine nachtaktive Lebensweise und seine Fähigkeit, auf Bäume oder anderes zu klettern, entziehe sich der Waschbär der klassischen Jagd, weiß auch Forstdirektor Andreas Padberg. Der Leiter der Forstdirektion Leipzig hat durchaus seine liebe Not mit den possierlichen, aber letztlich auch schädlichen Tieren. Weil Waschbären keine natürlichen Feinde haben, reguliere sich der Bestand nicht von selbst, erklärt er. Ergebnis: Die Zahl nehme zu.

Hündin Lisa hat den Waschbären gestellt, der auf den Zaun flüchtete. Quelle: Udo Rämmler

Wieviele Tiere derzeit in der Region leben, ist nicht bekannt. Padberg muss daher anders rechnen: „Früher sind pro Jahr etwa sieben bis neun Waschbären von den Jägern im Bereich der Direktion erlegt worden. Im vorigen Jagdjahr waren es jedoch 70, ohne dass eine gezielte Bejagung stattgefunden hat “, sagt er. Das sei für ihn Indikator für die Zunahme der Tiere.

Längst haben sich Waschbären auch auf Leipziger Stadtgebiet vorgewagt, wie Berichte auch aus Schleußig belegen, wo es die Tiere etwa auf Früchte tragende Bäume wie Süßkirschen abgesehen hatten. In Padbergs Bezirk gingen aber zum Beispiel auch die Bestände einer geschützten Reiherkolonie am Horstsee wegen der Waschbären massiv zurück – die Räuber mögen eben gerne auch mal ein Ei. Der Forstdirektor muss daher aktiv werden. „Wir wollen jetzt Anreize schaffen, wie Waschbären besser bejagt werden können.“

Jörg ter Vehn

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