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Zitzschener Brücke nach zwei Jahren Bauzeit für Verkehr freigegeben

Zitzschener Brücke nach zwei Jahren Bauzeit für Verkehr freigegeben

Zufriedene Gesichter gestern Nachmittag in Zitzschen: Nach fast zwei Jahren Bauzeit hat Landrat Gerhard Gey (CDU) die neue Brücke über die Weiße Elster für den Verkehr freigegeben.

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Holger Schulz und Gerhard Gey (vorn von rechts) freuen sich mit den Zitzschenern über die neue Brücke. Bis November werden von der Firma Grötz noch die restlichen Arbeiten an der Böschung ausgeführt.

Quelle: André Kempner

Zwenkau. "Was lange währt, wird gut. Nun die Brücke hat lange gedauert und ist gut geworden, aber es hätte nicht so lange dauern müssen. Wir hatten einfach doppeltes Pech", meinte Gey. Er erinnerte an den verspäteten Baustart im September 2012, an Probleme bei der Medienverlegung, an mehrere kleinere Hochwasser und die Jahrhundertflut im Juni 2013. Aber auch an die Meinungsverschiedenheiten mit der Firma Papenburg, die im November 2013 im Auftragsentzug mündeten und zu einer weiteren Unterbrechung der Arbeiten führten. Erst mit der Neuausschreibung und Beauftragung der Firma Grötz im März habe der Bau Fahrt aufgenommen.

"Ich danke Ihnen für Ihre Geduld und Ihr Verständnis. Ich weiß, das war keine einfache Zeit für Sie", meinte Gey zu den zahlreich erschienenen Bürgern, darunter viele Zitzschener, aber auch Bewohner weiterer, westlich der Elster gelegener Ortschaften. In dem rund 45 Meter langen, 11,50 Meter breiten und rund drei Millionen Euro teuren Bauwerk (ohne Hochwasserschäden) seien 22 Tonnen Spannstahl, 180 Tonnen Betonstahl und über 1000 Kubikmeter Beton verbaut worden. "Die Brücke ist so massiv, die hält mindestens 100 Jahre", versprach Gey und schwärmte von der "hervorragenden Lage Zitzschens". "Jetzt haben Sie kurze Wege - zur B 186, zum Elsterradweg und zum Zwenkauer See. Ich bin überzeugt, hier wird sich noch viel entwickeln."

Der Zwenkauer Bürgermeister Holger Schulz (CDU) setzt dabei vor allem auf einen Eisenbahnhaltepunkt. "Wenn uns das gelingt, ist der Zwenkauer See der erste mit direktem Bahnanschluss." Touristen wie Einheimische gelangten dann über die Zitzschener Brücke und die B 186 zum Aussichtspunkt Zitzschen und über den schon asphaltierten Rundweg zum Zwenkauer Hafen. Gey erklärte: "Der Haltepunkt muss kommen. Dafür werden wir gemeinsam kämpfen."

CDU-Stadtrat Horst Kalis, der den Bau intensiv begleitet hatte, strahlte gestern. "Heute ist ein absoluter Glückstag für Zitzschen", meinte er. Rathauschef Schulz verkündete im Überschwang: "So wie in Zitzschen werden wir auch die Entwicklung der anderen Zwenkauer Ortsteile vorantreiben."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.09.2014
Ulrike Witt

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