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Markkleeberg Zugabe mit der Motorsäge
Region Markkleeberg Zugabe mit der Motorsäge
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17:53 09.05.2011
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Statt Vogelgezwitscher und des Rauschens der Blätter sind in dieser Woche die Geräusche von Waldgeräten und Dutzende von Kinderstimmen zu hören. Allein gestern waren 100 Jungen und Mädchen unterwegs, um an den diesjährigen Waldjugendspielen teilzunehmen, die in dieser Woche im Oberholz stattfinden.

Während sich Natalie daran versucht, Zapfen so weit wie möglich zu werfen, und Celine Müll aus dem Wald sammelt, wird es an anderer Stelle so richtig laut. Die Motorsäge kreischt, die Kinder schreien vor Vergnügen mit, vor allem die Jungen. Nick, Paul und Lukas sind vollauf begeistert, wollen von den beiden Forstwirtlehrlingen Sven Steinbrecher und Philipp Merten noch mehr vorgeführt bekommen. „Wenn es Krach macht, qualmt und stinkt, haben die Kinder ihren Spaß“, sagt Steinbrecher.

Es sind bereits die 13. Waldjugendspiele, die derzeit Grundschüler der dritten und vierten Klassen ins Oberholz locken.

Ausgerichtet werden sie vom Staatsbetrieb Sachsenforst in Kooperation mit dem Sächsischen Umwelt- und Kultusministerium sowie der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. „Es geht darum, die Kinder spielerisch und praxisorientiert für den Wald zu interessieren“, erklärte Forstdirektor Andreas Padberg vom Forstbezirk Leipzig. An zehn Stationen würden sie den Wald mit allen Sinnen in seiner Vielfalt kennen lernen. „Der Wald ist ja nicht nur Erholungsort für Menschen, sondern vor allem auch Lebensraum für Tiere und Pflanzen“, machte Heiko Rosenthal, Leipziger Bürgermeister für Umwelt, Ordnung und Sport, bei der Eröffnung der Spiele deutlich. Da sei es eine zwingende Notwendigkeit, so früh wie möglich Kinder an das Thema heranzuführen.

Neun Tage lang und an drei verschiedenen Spielorten werden in diesem Jahr rund 900 Kinder im Alter von neun bis elf Jahren alles rund um den Wald erkunden. Gestern waren die 74. Grundschule aus Leipzig und die Grundschulen aus Bad Lausick und Holzhausen im Oberholz. An zehn Stationen mussten die Kinder ihr Wissen unter Beweis stellen – oder eben Neues lernen. Zu den Spielstationen gehörten unter anderem Tastboxen, in denen verschiedene Naturmaterialien erkannt werden mussten, der Zapfenweitwurf, der Waldarbeiter und sein Werkzeug, Holztransport und eine Müllsammelecke, in denen das gesucht werden musste, was nicht in den Wald gehört. Die Organisatorin der Spiele, Annett Höber vom Forstbezirk Leipzig, hat vor allem Wert darauf gelegt, Wissensvermittlung und sportliche Spiele zu kombinieren.

„Die Kinder kommen mit ganz unterschiedlichem Vorwissen“, sagte die Holzhausener Lehrerin Birgit Götze. Bei vielen gebe es mittlerweile gravierende Defizite bei Kenntnissen um den Wald und seine Funktionen. Doch um das zu vermitteln, sei die Praxis im Wald wesentlich einprägsamer, als den Kindern davon nur zu erzählen.

Julia Tonne

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