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Markkleeberg Zustandsbericht: Der Wald geht am Stock
Region Markkleeberg Zustandsbericht: Der Wald geht am Stock
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15:30 04.01.2010
Von höherem Blattverlust betroffen und durch Stickstoff bedroht: Eichen im Raum Leipzig, hier im Oberholz. Quelle: André Kempner

Und die lassen ganz unterschiedliche Schlüsse zu. „Wie auch in den vorangegangenen Jahren wurde unter anderem der Belaubungs- und Benadelungszustand der Bäume untersucht“, erklärt Forstdirektor Andreas Padberg. Demnach liege der Anteil deutlich geschädigter Bäume – eingeteilt in die Schadstufen 2 bis 4 – im Freistaat bei 18 Prozent, der Anteil schwach geschädigter (Stufe 1) bei 40 Prozent und der Anteil ohne erkennbare Schäden (Stufe 0) bei immerhin 42 Prozent. „In unserer Region sieht es aber anders aus“, schlägt Padberg Alarm. „Der Anteil deutlich geschädigter Bäume liegt im Raum Leipzig fast um das Doppelte höher (31 Prozent), der Anteil schwach geschädigter Bäume ist etwa gleich hoch (41 Prozent), und der Anteil ,gesunder’ Bäume ist deutlich niedriger (28 Prozent)“, so der Chef des Forstbezirkes.Mit Hilfe der Zustandserhebung kann die Gesundheit der sächsischen Wälder und deren Beeinträchtigung durch Umwelt- und Klimaeinflüsse beurteilt werden – als Grundlage für forst- und umweltpolitische Entscheidungen. Um das zu ermöglichen, wurde der Freistaat mit einem Raster aus jeweils vier mal vier Kilometer großen Stichproben überzogen.19 der landesweit 262 derartigen Flächen befinden sich im Bereich des Forstbezirks Leipzig.Gründe für den unterschiedlich hohen Anteil geschädigter Bäume in der Region sieht der Forstdirektor vor allem in der abweichenden Ausstattung mit verschiedenen Arten: Während 29,9 Prozent der Bäume des Freistaates Blätter und keine Nadeln haben, sind es im hiesigen Forstbezirk sogar 64 Prozent. „Darum hat unsere, von Eichen und anderen naturnahen Laubhölzern dominierte Region einen höheren Anteil deutlich geschädigter Bäume“, sagt Padberg. Zudem war bei der Eiche 2009 ein um vier Prozentpunkte gestiegener Blattverlust zu beobachten. Vorm Hintergrund des nassen Sommers machten ihr auch diverse Blattpilze zu schaffen. Eschen wiederum kämpften gegen den Erreger, der das so genannte Triebsterben verursacht.Alle Bäume leiden unter dem anorganischen Stickstoff, der immer stärker vorkommt. „Die Einträge von Ammonium- und Nitratstickstoff stammen aus Verkehr, Energieerzeugung sowie aus der Landwirtschaft“, erklärt Padberg. Baumkronen reinigen die Luft und fangen Niederschlag auf. Darum kann der Stickstoff im Waldökosystem eine so große Rolle spielen. Wie man ihn nachweist? Mit Brennnesseln und schwarzem Holunder.

Ingolf Rosendahl

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