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Zweckverband Neue Harth legt Masterplan fürs Nordufer vor

Zweckverband Neue Harth legt Masterplan fürs Nordufer vor

Der Zweckverband Neue Harth, der für die Städte Leipzig und Zwenkau das Gebiet zwischen Cospudener und Zwenkauer See beplant und erschließt, hat diese Woche in seiner Verbandsversammlung einen neuen Masterplan für das Nordufer des Zwenkauer Sees beschlossen.

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So soll das Nordufer des Zwenkauer Sees nach 2020 aussehen: Von links nach rechts reihen sich drei Feriendörfer, ein Segelzentrum, ein Campingplatz und Aktivhäuser umgeben von Wasser und Wald wie an einer Perlenkette auf.

Quelle: Zweckverband

Zwenkau/Leipzig. "Ich freue mich, dass wir auf dieser Basis in den nächsten Jahren die Entwicklung mit gezielten Angeboten für den überregionalen Tourismus, für Naherholung und Sport angehen können", erklärt der Verbandsvorsitzende, Zwenkaus Bürgermeister Holger Schulz (CDU). Der Entwurf zeige, welche Potenziale der Seenverbund mit rund 1500 Hektar Wasserfläche und perspektivisch über 50 Kilometer asphaltierten, PKW-freien Wegen für Wassersportler, Wanderer und Radfahrer einschließlich Verknüpfungen mit Zwenkau, Leipzig sowie Markkleeberg bieten wird.

Der Masterplan basiert auf dem Siegerentwurf, das das Dresdner Planungslabor 4+ vergangenes Jahr im Rahmen des städtebaulich-landschaftsarchitektonischen Ideenwettbewerbes vorgelegt hatte (die LVZ berichtete). Dieser sieht bis 2020 den Bau von drei touristischen Dörfern - Hafen-, See- und Walddorf - sowie einen Campingplatz und Aktivhäuser vor. Die Feriendörfer sollen unterschiedliche Charaktere und Größen - von West nach Ost kleiner werdend - haben. Übernachtungskapazitäten auf die der Freizeitpark Belantis auf der anderen Seite der A 38 schon lange wartet, um endlich Mehrtagesangebote stricken und damit neue Zielgruppen außerhalb Sachsens erschließen zu können.

"Bei der Planung haben wir großen Wert auf die Verbesserung des Landschaftsbildes als Grundlage für eine erfolgreiche Vermarktung und Entwicklung gelegt. Das Nordufer soll ein grünes Gesicht bekommen", betont der Geschäftsführer des Zweckverbandes, Heinrich Neu. Gegenüber dem Masterplan von 2005 wurde das Bauland um mehr als die Hälfte reduziert. Die Feriendörfer sollen sich "harmonisch in die Landschaft einbetten". Daher werde der Flächeneigentümer, die Sächsische Seebad Zwenkau (SSZ), im Frühjahr 2016 mit ersten Pflanzungen beginnen. Allerdings steht die wichtigste Voraussetzung für eine Bebauung noch aus: Das Oberbergamt in Freiberg und der Tagebausanierer LMBV müssen dem Nordufer Standsicherheit attestieren. Dieses Jahr sei damit nicht zu rechnen, spätestens aber bis 2017, so Neu. Außerdem müsse der Harthkanal fertig sein.

Im Winter 2015/16 soll mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes begonnen werden. Dass die Bodenverbesserung des Kippengeländes und die medientechnische Erschließung ein teures Unterfangen wird, ist klar. Um eine Chance auf Fördermittel vom Freistaat zu haben, müsse ein Paket geschnürt werden, das mindestens ein Feriendorf, den Campingplatz und das Mitteldeutsche Segelzentrum umfasst. Neben der SSZ sollen nach 2018 mindestens zwei weitere Investoren zum Zuge kommen, Interessenten gebe es bereits, so Neu.

"Ich bin sehr optimistisch, dass sich die Landbrücke schrittweise und gemeinsam mit anderen Angeboten in Zwenkau, Leipzig und Markkleeberg sowie bei Belantis zu einer äußerst attraktiven Destination im Neuseenland entwickeln wird", sagt Neu. Ein erster Schritt soll 2016 der Bau eines Anlegers für die MS "Santa Barbara" sein, mit der Fußgänger und Radler zum Zwenkauer Hafen übersetzen können.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.07.2015
Ulrike Witt

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