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Markkleeberg Zweckverbandssekretär: Kulturraum Leipziger Raum von Kürzung bedroht
Region Markkleeberg Zweckverbandssekretär: Kulturraum Leipziger Raum von Kürzung bedroht
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18:57 05.07.2010
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Borna

Das könnte sich ab 2011 ändern. Inzwischen plane der Freistaat Sachsen den Rückzug aus dem Solidarverbund, warnt der Kultursekretär des Zweckverbandes Manfred Schön, der gleichzeitig Kulturamtsleiter im Landkreis Leipzig ist.

Zwar hätten Betriebskosten und Tarifanhebungen dazu geführt, dass inzwischen der Bedarf an Kulturfördermitteln deutlich über der Leistungsfähigkeit der Kulturkasse liegt, so der Kultursekretär. Trotzdem hätten alle Beteiligten bisher mit der Förderung leben und überleben können, meint er. Den mittlerweile „farbenfrohen und abwechslungsreichen Kulturraum Leipziger Raum“, sieht Schön nun bedroht. Zwar habe der Landtag diesen „Paradigmenwechsel“ noch nicht beschlossen, die Beratungen dazu liefen aber bereits, sagt er.

Sieben Millionen Euro wolle das Land künftig nicht mehr den fünf Kulturräumen zur Verfügung stellen, sondern zweckgebunden der Landesbühne Radebeul, die keine Einrichtungen der Kulturräume ist, sondern vom Freistaat getragen wird, erläutert Schön. Weitere 1,3 Millionen Euro sollen in Strukturmittel des Freistaates fließen, sodass insgesamt 8,8 Millionen Euro der Kulturraumförderung ab 2011 fehlen werden, zählt er auf. Für den hiesigen Kulturraum – er bildet sich seit August 2008 aus dem Landkreis Nordsachsen und dem Landkreis Leipzig mit Landrat Gerhard Gey (CDU) als Vorsitzenden des Kulturraumkonvents – bedeute das zirka 700 000 Euro weniger Landesmittel. Weitere Kürzungen befürchtet der Kultursekretär durch eine Neuverteilung der Mittel auf die ländlichen Kulturräume. Am Ende dieser Entwicklung sieht er die Schließung von Einrichtungen: „Unsere Region wird damit nachhaltig Schaden nehmen, der auch eine wirtschaftliche Dimension hat, denn regional bedeutende Kulturangebote sind mit Arbeitsplätzen verbunden und wichtiger Standortfaktor für Investoren.“ Den Geist des Kulturraumgesetzes, das vom Solidarprinzip des Landes mit seinen kommunalen Kulturregionen geprägt gewesen sei, sieht Schön infrage gestellt. „Die Mittel der Kommunen bedürfen der zusätzlichen Landesmittel, damit der vorhandene Kulturreichtum auf dem Lande erhalten bleibt“, lautet seine Forderung.

Etwa 170 Projekte beziehungsweise Institutionen aus fünf Sparten werden aktuell – auch über längere Zeiträume – im Kulturraum Leipziger Raum gefördert: im Bereich professionelle Kulturorchester/Musik/Kommunale Musikschulen – zum Beispiel das Westsächsische Symphonieorchester –, öffentliche Bibliotheken, Museen – wie das der Stadt Borna –, Soziokulturelle Einrichtungen/Projekte sowie Projekte an Kulturhäusern – beispielsweise das Soziokulturelle Zentrum Kuhstall in Großpösna – und im Bereich Kunst/Kultur.

Kendra Reinhardt

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