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Markkleeberg Zwei Platanen in Markkleeberg auf Reisen
Region Markkleeberg Zwei Platanen in Markkleeberg auf Reisen
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14:02 19.05.2015
Ein Spezialfahrzeug nimmt die Platanen huckepack. Quelle: André Kempner

Beide hatten bis gestern ihren Standort auf einer Freifläche an der Koburger Straße, Ecke Freiburger Allee. "An der Stelle stehen seit etwa 1994 drei Platanen auf rund 100 Quadratmetern. Das ist für sie aber viel zu wenig Platz", begründete Tim Fischer vom Umweltamt der Markkleeberger Stadtverwaltung das Umsetzen. Er vermutete, dass sich die Verantwortlichen damals verschätzt haben, was den Platzbedarf eines Baumes betrifft. "Heute sind die Kronen schon miteinander verwachsen, und auf der Erde sprießt kein Grashalm mehr."

Für die Aktion war extra ein deutschlandweit einzigartiges Fahrzeug aus Baden-Württemberg angefordert worden. "Die Schaufel kann sich um den Stamm legen und dann ins Erdreich schieben", erklärte Fischer. Anschließend könne der Baum samt Wurzelwerk herausgenommen werden. Das sei - im Gegensatz zum Fällen und Neupflanzen - eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Variante. Die entstandenen Löcher wurden anschließend mit dem Erdreich der neuen Pflanzstellen aufgefüllt.

Nun hofft Fischer, dass die beiden etwa 15 Meter hohen Bäume an ihren neuen Standorten am Blumenweg gut anwachsen. Geglückt ist ein solches Manöver schon vor einigen Monaten, als vier Mehlbeeren an der Grundschule Großstädteln umgesetzt wurden. "Das hat reibungslos geklappt", freute er sich.

Darum, dass auch die Platanen wieder fest verwurzeln, kümmert sich in den kommenden Wochen die Großpösnaer Firma Krahnstöver. "Der Boden wurde gedüngt und hat ein Baumsubstrat bekommen, damit sich die Wurzeln schnell wieder erholen", erklärte Mario Wendorf. Damit das Spezialfahrzeug überhaupt an die Bäume herankam, musste der Graben an der Koburger Straße vorübergehend von dem Unternehmen aufgefüllt werden. "In den nächsten Tagen kommt das alles wieder weg, die Bäume werden gegossen und wir gucken, dass sie sich dort auch gut entwickeln."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.10.2014
Julia Tonne

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