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Markkleeberg Zwei junge Markkleeberger legen Einser-Abitur hin
Region Markkleeberg Zwei junge Markkleeberger legen Einser-Abitur hin
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16:26 19.05.2015
Jahrgangsbeste: Verena Hünlich und Franz Förster zeigen in Markkleeberg stolz ihre Abiturzeugnisse. Quelle: André Kempner

Am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium waren die beiden 18-Jährigen die einzigen, denen dies in diesem Schuljahr gelungen ist.

"Klar habe ich immer versucht, mein Bestes zu geben. Mit 1,0 abzuschließen, war mein Traum. Dass ich es wirklich schaffe, hätte ich aber nie gedacht", sagt Hünlich. Zugeflogen sei ihr nichts, von Überfliegerin könne daher keine Rede sein. "Man muss sich schon hinsetzen und lernen. Das braucht viel Ehrgeiz", bestätigt Förster. Lernen sei aber nicht nur Belastung, sondern auch Herausforderung und Spaß. Sein Erfolgsrezept: "Zwei Tage lernen, einen Tag Party machen."

Denn graue Mäuse, die nur im Studierzimmer sitzen, sind beide nicht. "Wir sind doch ganz normale Teenager, für die es auch anderes als Bücher und Computer gibt", sagt Hünlich. Die hübsche junge Frau spielt Volleyball, joggt und trifft sich gern mit Freunden. Den Sport brauche sie als Ausgleich, das Feiern zum Glücklichsein. Er spielt Fußball und schwimmt. Während der Abiprüfungen sei das Weggehen allerdings zu kurz gekommen. "Zwei Wochen habe ich echt nur zu Hause gehockt, aber es hat sich gelohnt", findet Hünlich. Förster nickt: "Das Timing muss stimmen."

Aber auch bei ihnen ging nicht alles glatt. "Ich habe bei der Chemieprüfung vor Aufregung eine Aufgabe vergessen", erzählt Hünlich schmunzelnd. Um den Fehler auszumerzen, habe sie ihrem Tutor per Facebook sofort signalisiert, dass sie in die Nachprüfung möchte. "Ich musste in Deutsch noch mal ran. Das ist nicht mein Fach, da hatte ich echt Schwierigkeiten, mich zu motivieren", gesteht Förster.

Lehrer Karsten Schütze lächelt. "Die beiden haben ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Meinen Respekt, davor kann man nur den Hut ziehen." Überhaupt sei der Abi-Jahrgang 2013 ein sehr leistungsstarker gewesen. "Von 19 Schülern, die ich im Chemie-Leistungskurs als Tutor betreut habe, haben neun einen Durchschnitt von 1,0 bis 1,9 erreicht", sagt Schütze. Allerdings habe es, wie jedes Jahr, auch zwei bis drei Durchfaller an der Schule gegeben. "Leider profitieren nicht alle Schüler von unserem Punktesystem."

Hünlich und Förster wollen Medizin studieren. Sie "am liebsten ab Oktober in Leipzig", er legt ein Freiwilliges soziales Jahr an der Uniklinik ein. Über die Fachrichtung sind sie sich noch nicht im Klaren. Während sie die Geburtsmedizin favorisiert, schwankt er zwischen Orthopädie, Unfallchirurgie und Epidemiologie. "Ich bin mir sicher, dass die beiden zielstrebig ihren Weg weitergehen", meint Schütze. Jetzt sind aber erst einmal Ferien: Hünlich zieht es nach London und New York, Förster zum Wasserwandern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.07.2013

Ulrike Witt

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Ulrike Witt

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